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„JedeFrau“ bringt Gedankenexperiment ins kleine theater Salzburg

Redaktionelle Szene zum Thema „„JedeFrau“ bringt Gedankenexperiment ins kleine theater Salzburg“

Im kleinen theater Salzburg hat die neue Produktion „JedeFrau“ Premiere. Das Stück von Autorin und Produzentin Tanja Kuntze unter der Regie von Nicholas Monu setzt sich mit einem Gedankenexperiment rund um den „Jedermann“ auseinander: Was wäre, wenn die Figur vor dem jüngsten Gericht von einer Göttin empfangen und begleitet würde?

Die Inszenierung verlegt die bekannte Konstellation in eine weibliche Perspektive und fragt nach Verschwendung, Machtmissbrauch und den Rollenbildern, die das gesellschaftliche Denken prägen. Die Göttin konfrontiert Jedermann dabei mit verdrängten Realitäten und führt das Geschehen in die Gegenwart.

Nach Angaben aus dem Umfeld der Produktion spannt das Stück den Bogen von tradierten religiösen Zwängen bis zu aktuellen digitalen Phänomenen. Dazu zählen Deepfakes, Tradwives und die Manosphere. Dadurch soll die vermeintliche Ordnung der Hauptfigur zunehmend ins Wanken geraten.

„JedeFrau“ versteht sich damit als zeitgenössische Auseinandersetzung mit einem bekannten Stoff des Theatersommers, die dessen Grundmuster umdreht und auf heutige Debatten zuspitzt. Im Zentrum steht nicht die Wiederholung des Originals, sondern die Frage, wie sich dessen Themen unter veränderten Vorzeichen lesen lassen.

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