Die geplanten Einschnitte im Universitätsbudget könnten aus Sicht des Rektors der Medizinischen Universität Wien, Markus Müller, die heimischen Hochschulen deutlich zurückwerfen. Sollten die derzeitigen Pläne der Bundesregierung für die Jahre 2028 bis 2030 unverändert bleiben, würde man beim Niveau der Finanzierung „auf Mitte der 2000er Jahre“ zurückfallen, sagte Müller im Gespräch mit der APA. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „strategischen Rückschritt“.
Müller sieht in den Sparmaßnahmen eine Abkehr von der Universitäts-Politik der vergangenen 15 Jahre. Gerade mit Blick auf die Entwicklung der Hochschulen und die langfristige Planung sei das aus seiner Sicht problematisch. An den medizinischen Universitäten, aber auch darüber hinaus, seien stabile Rahmenbedingungen notwendig, um Ausbildung und Forschung verlässlich organisieren zu können.
Besonders kritisch äußerte sich der Rektor zu Diskussionen über Studienplätze. Diese seien für ihn „absurd“, sagte Müller. Hintergrund sind die Überlegungen, im Zuge der budgetären Vorgaben an den Universitäten zu sparen. Nach seiner Einschätzung würde eine solche Entwicklung nicht nur einzelne Standorte treffen, sondern die gesamte Strategie für den Hochschulbereich beeinträchtigen.
Die Debatte um das Uni-Budget fällt in eine Phase, in der die Regierung ihre finanziellen Vorgaben für die kommenden Jahre festlegt. Für die Universitäten geht es dabei um die Frage, wie viel Spielraum für Lehre, Personal und Forschung bleibt. Müller warnt davor, dass geringere Mittel nicht nur kurzfristig spürbar wären, sondern die Entwicklung des Systems über Jahre bremsen könnten.









