CIA-Direktor John Ratcliffe hat Russland bei einem geheimen Besuch in Moskau vor einem Angriff auf einen NATO-Staat gewarnt. Das berichteten mit dem Vorgang vertraute US-Beamte. Ratcliffe habe die russische Führung demnach auch gedrängt, die Unterstützung für den Iran zu verringern.
Der Besuch soll am Dienstag stattgefunden haben. Einzelheiten zu Ablauf und Gesprächspartnern wurden in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Der Termin reiht sich aber in eine Phase erhöhter Spannungen zwischen Russland und dem Westen ein, in der die Beziehungen wegen des Ukraine-Kriegs und der NATO-Erweiterung belastet sind.
Ratcliffe steht als CIA-Chef an der Spitze des US-Auslandsgeheimdienstes und ist damit eine der ranghöchsten Sicherheitsfiguren der Regierung. Gespräche dieser Art gelten üblicherweise als besonders sensibel, weil sie ohne öffentliche Ankündigung stattfinden und häufig politische Signale an mehrere Adressaten zugleich senden sollen.
Die Warnung vor einem Angriff auf NATO-Verbündete dürfte in Moskau auch als Hinweis gelesen werden, dass Washington jede Eskalation mit dem Bündnis äußerst ernst nimmt. Die Aufforderung, die Unterstützung für den Iran zurückzufahren, fügt dem Besuch eine weitere sicherheitspolitische Ebene hinzu. Russland und der Iran arbeiten in mehreren regionalen Konflikten eng zusammen.
Unklar blieb zunächst, welche Reaktion die russische Seite auf die Warnung gezeigt hat. Ebenso offen ist, ob der Besuch in Moskau Teil einer weitergehenden diplomatischen oder geheimdienstlichen Gesprächsreihe war. Die öffentliche Bestätigung des Treffens lässt erkennen, dass die Reise in Washington als politisch relevant eingestuft wird.









