Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat sich nach einem Kurzbesuch in der nordafrikanischen Exklave Ceuta direkt in den Urlaub auf Lanzarote verabschiedet. Der sozialistische Ministerpräsident flog mit dem Privatjet weiter auf die Kanareninsel, wo er seine Sommerpause in einer Luxusvilla verbringt.
Der Zeitpunkt der Reise sorgt in Spanien für Kritik: Während Einsatzkräfte im Umfeld des historischen Migrantenansturms weiter im Einsatz waren und Leichen aus dem Meer geborgen wurden, präsentierte Sánchez in sozialen Medien Urlaubs- und Musiktipps für den Sommer.
Ceuta war zuletzt erneut zum Brennpunkt geworden, nachdem innerhalb kurzer Zeit viele Menschen versuchten, die Grenze zur spanischen Exklave zu überwinden. Der Besuch des Regierungschefs sollte offenbar politische Handlungsfähigkeit demonstrieren. Stattdessen steht nun der unmittelbare Übergang vom Ort der Krise in den Urlaubsmodus im Zentrum der Debatte.
Sánchez ist seit Jahren immer wieder wegen seines Sommerurlaubs auf Lanzarote im Fokus der spanischen Öffentlichkeit. Auch diesmal wird nicht nur die Wahl des Reiseziels diskutiert, sondern vor allem der Kontrast zwischen dem Auftritt in Ceuta und dem anschließenden Aufenthalt in einer exklusiven Unterkunft auf den Kanaren.









