Nach dem kurzfristigen Migrantenansturm auf die spanische Exklave Ceuta sind nach Angaben von EU-Kommissar Magnus Brunner „praktisch alle“ Menschen wieder nach Marokko zurückgekehrt. Brunner teilte dies am späten Freitagabend mit und verwies auf die raschen Rückführungen als Reaktion auf die Lage an der Grenze.
Der Vorfall hatte sowohl in der österreichischen Politik als auch in der EU-Kommission für deutliche Aufmerksamkeit gesorgt. Ceuta und die zweite spanische Exklave Melilla gelten seit Jahren als sensibler Grenzraum an der Schnittstelle zwischen der Europäischen Union und Marokko. Bewegungen über die Grenze lösen dort regelmäßig politische Diskussionen über Kontrolle, Rückführung und europäische Migrationspolitik aus.
Brunner hatte in diesem Zusammenhang auf zügige Rückführungen gedrängt. Mit der nun mitgeteilten Rückkehr der überwiegenden Mehrheit der Migranten ist die unmittelbare Zuspitzung vorerst beendet. Über weitere Schritte oder längerfristige Konsequenzen für die Grenzlage machten die vorliegenden Angaben keine nähere Aussage.









