Die Ukraine drängt vor dem nahenden Winter auf zusätzlichen Schutz ihrer Luftverteidigung, stößt beim geplanten Lizenzbau von US-Raketen des Typs Patriot aber auf Widerstand. US-Präsident Donald Trump ist nach einem Bericht der Financial Times nicht sicher, ob er einer entsprechenden Genehmigung zustimmen wird.
Trump sagte demnach, es handle sich um eine „sehr außergewöhnliche Waffe“, bei der man vorsichtig sein müsse, an wen Lizenzen vergeben würden. Damit bleibt offen, ob die Ukraine die Patriot-Raketen künftig im eigenen Land nach US-Vorbild fertigen dürfte.
Für Kiew wäre eine solche Lösung ein wichtiger Schritt, um die Abwehr gegen russische Luftangriffe zu stärken. Gerade vor der kalten Jahreszeit gilt die Sicherung der Flugabwehr als dringend, weil die Ukraine ihre Energieinfrastruktur und Städte seit Beginn des Kriegs immer wieder vor Angriffen schützen muss.
Patriot-Systeme gelten als besonders wirksam gegen Raketen und andere Luftziele. Die Ukraine setzt seit längerem auf zusätzliche Lieferungen und auf Wege, die Abhängigkeit von raschen Entscheidungen aus den USA zu verringern. Ein Lizenzbau im eigenen Land würde die Produktion auf eine breitere Basis stellen.
Die Haltung Trumps zeigt nun, dass die US-Zustimmung keineswegs sicher ist. Für die Ukraine bleibt damit unklar, ob der Plan für eine eigene Fertigung der Raketen umgesetzt werden kann.









