In Österreich hat die Zahl der Bergunfälle zuletzt zugenommen, zugleich starben aber weniger Menschen als im Vorjahr. Auffällig ist auch, dass immer mehr unverletzte Beteiligte aus alpinen Notlagen gerettet werden müssen.
Die aktuelle Bergunfallstatistik zeichnet damit ein widersprüchliches Bild: Mehr Menschen geraten in Schwierigkeiten, doch die Zahl der tödlichen Vorfälle geht zurück. Für Einsatzkräfte bedeutet das weiterhin einen hohen Aufwand in den Bergen, auch wenn weniger schwere Verläufe registriert wurden.
Vor allem der Anstieg bei den unverletzten Geretteten fällt in der Bilanz ins Gewicht. Er deutet darauf hin, dass Bergrettungen nicht nur nach Unfällen mit Verletzten notwendig sind, sondern auch dann, wenn Gruppen oder Einzelpersonen ohne körperliche Schäden nicht mehr selbstständig weiterkommen oder ins Tal gelangen können.
Die Statistik belegt damit eine anhaltend hohe Belastung im alpinen Einsatzgeschehen. Während die Zahl der Unfälle steigt, bleibt die Zahl der Todesopfer unter dem Niveau des Vorjahres. Für Österreichs Berge ergibt sich daraus kein Entwarnungssignal, sondern ein Hinweis auf veränderte Einsatzmuster und eine insgesamt hohe Zahl an Notlagen.









