Lilli Tagger hat beim WTA-250-Turnier in Prag den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere auf der Tour fixiert. Die 18-jährige Tirolerin setzte sich im Semifinale gegen die Tschechin Barbora Krejcikova nach 2:28 Stunden mit 6:7 (5), 6:3, 7:6 (4) durch und trifft am Sonntag im Endspiel auf Daria Snigur aus der Ukraine.
Der Sieg gegen Krejcikova ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Die frühere Weltranglistenzweite gewann in ihrer Laufbahn bereits zwei Grand-Slam-Titel, in Prag musste sie sich der Österreicherin aber in einem engen, wechselhaften Match geschlagen geben. Tagger entschied die Partie erst im Tiebreak des dritten Satzes für sich und bewies dabei Nervenstärke in den entscheidenden Momenten.
Für Tagger ist der Finaleinzug der nächste Beleg für ihren raschen Aufstieg auf der Profitour. Die Lienzerin hatte sich in Prag bereits im Viertelfinale mit einem Erfolg über die an Nummer acht gesetzte Tschechin Sara Bejlek in eine starke Ausgangsposition gebracht. Damit unterstrich sie, dass ihr Lauf in der tschechischen Hauptstadt kein Zufall ist, sondern auf konstant starken Leistungen über mehrere Runden beruht.
Das Turnier in Prag ist mit 283.347 Dollar dotiert und wird auf Hartplatz ausgetragen. Tagger stand bereits im Vorjahr einmal in einem Finale auf ITF-Ebene, im WTA-Kontext wäre ein Titelgewinn nun allerdings ein deutliches Ausrufezeichen. Mit dem Einzug ins Endspiel hat sie jedenfalls schon jetzt ein persönliches Karrierehoch erreicht.
Der Tennis-Samstag brachte aus österreichischer Sicht insgesamt positive Ergebnisse. Während Tagger in Prag für Schlagzeilen sorgte, holte sich Doppel-Spezialist Lucas Miedler in Kitzbühel den 13. Turniersieg seiner Laufbahn. Für die heimischen Spielerinnen und Spieler war es damit ein erfolgreicher Tag auf mehreren Schauplätzen.









