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Neuer Verein soll Bikebus-Linien besser vernetzen

Redaktionelle Szene zum Thema „Neuer Verein soll Bikebus-Linien besser vernetzen“

In Wien hat sich ein neuer Verein gegründet, der die österreichweit rund 30 bestehenden Bikebus- und Bicibus-Linien besser koordinieren und bei Bedarf auch übernehmen will. Die von Eltern ehrenamtlich organisierten Gruppenfahrten mit dem Fahrrad werden an immer mehr Schulen angeboten, fallen aber immer wieder aus, wenn sich niemand mehr um die Organisation kümmert.

Bikebus, Bicibus oder Velobus bezeichnen dasselbe Prinzip: Kinder fahren gemeinsam mit Eltern oder anderen Begleitpersonen auf dem Rad in die Schule. Rechtlich handelt es sich um einen Fahrradverband. Nach den Regeln der Straßenverkehrsordnung können Begleitpersonen bei Kindern unter zwölf Jahren meist neben dem Kind fahren, statt wie sonst hintereinander zu fahren. Das soll die Gruppe sichtbarer machen und Überholmanöver erschweren.

Zusätzlich gelten für Radverbände ab zehn Personen eigene Regeln. Wenn die erste Person in eine Kreuzung einbiegt, müssen andere Verkehrsteilnehmer den gesamten Verband passieren lassen. Auch rote Ampeln gelten für die Gruppe in diesem Zusammenhang anders. Eine Person kann die Kreuzung zudem absichern.

Der Verein Bike-Bus Österreich will die bestehenden Linien untereinander vernetzen und eine Finanzierung aufstellen, um das Angebot langfristig abzusichern. Hintergrund ist, dass die Initiativen derzeit meist von Eltern in der Freizeit getragen werden. Endet dieses ehrenamtliche Engagement, bricht oft auch die jeweilige Linie weg.

In Wien fährt der Bikebus etwa im dritten Bezirk jeden Freitag von der Wassergasse bis zum Aron-Menczer-Campus. Dort ist die Route seit rund eineinhalb Jahren in Betrieb. Nach Angaben der Initiatorinnen und Initiatoren soll die gemeinsame Fahrt auch dort für mehr Sichtbarkeit und Sicherheit sorgen, wo die Radinfrastruktur aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend ist.

Das Interesse an solchen Schulrouten wächst damit weiter. Vor allem in Städten und dicht bebauten Gebieten sehen Befürworter darin eine Möglichkeit, Kinder im Alltag öfter mit dem Rad mobil zu machen und den Schulweg geordnet und gemeinsam zurückzulegen.

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