Die Tour de France erreicht am Freitag einen ihrer markantesten Schauplätze: Das Peloton fährt auf die 21 Kehren des Alpe d’Huez zu, wo die legendäre Bergankunft über mehr als 13 Kilometer und mit steiler Schlussrampe zu den prägenden Prüfsteinen der Frankreich-Rundfahrt zählt. Der Anstieg gilt seit Jahrzehnten als einer der berühmtesten im Radsport und ist erneut live ab 13.45 Uhr auf Eurosport und ab 14.45 Uhr auf ServusTV zu sehen.
Für die Fahrer ist der Schlussanstieg im Département Isère weit mehr als nur ein weiterer Berg. Die 21 Kehren tragen die Namen früherer Etappensieger und haben sich zu einem Fixpunkt der Tour-Geschichte entwickelt. Wer hier gewinnt, schafft sich einen Platz in der Radsport-Statistik, wer auf dem Weg nach oben schwächelt, verliert oft entscheidend Zeit im Gesamtklassement.
Alpe d’Huez steht seit den 1950er-Jahren regelmäßig auf dem Tour-Programm und wurde vor allem durch die dichte Zuschauerkulisse an den Serpentinen zum Mythos. Tausende Fans säumen an großen Tagen die Strecke, das Rennen wird dort häufig zu einem Kampf gegen Hitze, Höhenmeter und die Enge des Anstiegs. Gerade auf den letzten Kilometern wird jeder Angriff sofort sichtbar, jede Tempoverschärfung kann das Rennen auseinanderziehen.
Auch aus österreichischer Sicht hat der Berg einen besonderen Platz in der Tour-Erinnerung. Gerhard Schönbacher erlebte den Mythos Alpe d’Huez selbst hautnah und gehört zu jenen Fahrern, die den Ort mit den härtesten Tagen des Rennens verbinden. Für viele Profis bleibt der Anstieg ein Maßstab dafür, wie weit sie in den Alpen an ihre Grenzen gehen können.
Der Freitag könnte damit erneut zu einem der prägenden Tage dieser Tour werden. Auf dem Weg hinauf zum Ziel werden nicht nur Kletterer gefragt sein, sondern auch jene Fahrer, die ihre Kräfte über die langen Hänge hinweg richtig einteilen. Am Alpe d’Huez entscheidet sich oft, wer im Kampf um die Gesamtwertung vorn bleibt – und wer auf der berühmtesten Serpentinenstraße der Tour den Anschluss verliert.









