Die Kärntner FPÖ hat den Obmann ihrer Freiheitlichen Jugend, Viktor Erdesz, ausgeschlossen. Der Landesparteivorstand bestätigte den Ausschluss am Donnerstag einstimmig, nachdem gegen den Funktionär vor zwei Wochen Rechtsextremismusvorwürfe laut geworden waren.
Auslöser der parteiinternen Eskalation war ein Wehrmachtsfoto, mit dem Erdesz zu einer Veranstaltung eingeladen haben soll. Der Fall hatte bereits in der Parteijugend für Unruhe gesorgt; mehrere Mitglieder sollen wegen des Kurses des Jugendobmanns aus der FPÖ ausgetreten sein.
Mit dem Ausschluss zieht die Kärntner Landespartei nun eine klare Linie in einem Fall, der für die FPÖ vor allem im sensiblen Bereich des Umgangs mit rechtsextremen Anspielungen und geschichtsbelasteten Symbolen politisch heikel ist. Gerade in Kärnten, wo die Freiheitlichen traditionell stark verankert sind, kann ein solcher Vorgang auch über die Landespartei hinaus Signalwirkung entfalten.
Viktor Erdesz stand an der Spitze der Freiheitlichen Jugend Kärnten. Die Partei reagierte mit der knappen Mitteilung auf die Vorwürfe und machte damit nach außen klar, dass sie die Sache nicht länger intern offenlassen will. Weitere Details zum Verfahren oder zu möglichen Konsequenzen innerhalb der Parteijugend wurden zunächst nicht bekannt.









