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Wiener Kliniken behandeln täglich mehr als 1600 ausländische Patienten

Redaktionelle Szene zum Thema „Wiener Kliniken behandeln täglich mehr als 1600 ausländische Patienten“

Die Wiener Spitäler haben im vergangenen Jahr im Schnitt täglich mehr als 1600 ausländische Patienten behandelt. Nach den nun vorgelegten Zahlen der Stadt Wien kamen die Patienten unter anderem aus der Türkei, Syrien, der Ukraine, Afghanistan, dem Irak und dem Iran. Die FPÖ hatte die Auswertung nach der Debatte über bundesweit 22 Millionen Spitalsbehandlungen für Zuwanderer eingefordert.

Die Statistik umfasst laut den vorliegenden Angaben Behandlungen in den Wiener Kliniken, die von Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft in Anspruch genommen wurden. Damit liegt erstmals eine konkrete Aufschlüsselung für Wien vor, nachdem die bundesweite Debatte die Frage aufgeworfen hatte, welche Rolle Zuwanderer im Spitalsbetrieb tatsächlich spielen.

Für Wien ist die Zahl politisch brisant, weil die Stadt als größter Spitalsträger des Landes einen großen Teil der stationären und ambulanten Versorgung abwickelt. Besonders in Häusern mit hohem Anteil an Patientinnen und Patienten aus dem Ausland wirkt sich das auf Organisation, Sprachmittlung und Verwaltungsaufwand aus. Die nun veröffentlichten Daten dürften daher auch die Diskussion über Kapazitäten und Kosten im Gesundheitssystem weiter befeuern.

Im Hintergrund steht die seit Monaten geführte Auseinandersetzung über die Belastung des öffentlichen Gesundheitswesens durch Migration. Während die FPÖ auf eine stärkere Trennung von Versichertengruppen und auf strengere Zugangsregeln drängt, verweisen SPÖ und Stadtregierung regelmäßig auf die Versorgungspflicht der Spitäler und darauf, dass Wien als Hauptstadt auch viele Menschen aus dem Umland und aus dem Ausland mitbehandelt.

Die Zahlen aus Wien liefern damit vor allem eines: eine neue Datengrundlage für eine politisch aufgeladene Debatte. Wie hoch die Kosten im Detail ausfallen und welche Fachabteilungen besonders betroffen sind, dürfte in den kommenden Tagen weiter Thema bleiben.

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