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Polizeizentrum statt Wallfahrtsort: Braunauer Hitler-Geburtshaus neu genutzt

Redaktionelle Szene zum Thema „Polizeizentrum statt Wallfahrtsort: Braunauer Hitler-Geburtshaus neu genutzt“

Im früheren Hitler-Geburtshaus in Braunau am Inn ist ein Polizeizentrum eröffnet worden. Mit dem Umbau soll das Gebäude seinen Wiedererkennungswert verlieren und damit auch die Anziehungskraft auf rechtsextreme Besucher gebrochen werden.

Das Haus in der Salzburger Vorstadt war über Jahre hinweg immer wieder als möglicher Treffpunkt für Neonazis und sogenannte „braune Wallfahrer“ diskutiert worden. Der Staat reagierte darauf mit einem tiefgreifenden Umbau und einer neuen Nutzung, die den symbolischen Wert des Gebäudes bewusst zurückdrängen soll.

Die Entscheidung für eine Polizeidienststelle als künftige Verwendung folgt einer Linie, die seit Jahren verfolgt wird: Das Gebäude soll nicht museal aufgeladen oder als Erinnerungsort inszeniert werden, sondern eine nüchterne, staatliche Funktion erhalten. Damit wird der Ort auch im Alltag sichtbar in den regulären öffentlichen Betrieb eingebunden.

Die Umgestaltung gehört zu den bekanntesten Maßnahmen Österreichs im Umgang mit einem Gebäude, das international wegen seiner Geschichte Beachtung findet. Braunau bleibt damit zwar der historische Ort der Geburt Adolf Hitlers, das Haus selbst soll aber nicht länger als identitätsstiftender Bezugspunkt für rechtsextreme Szenen taugen.

Mit der Eröffnung des Polizeizentrums ist die jahrzehntelange Debatte über die Zukunft des Hauses vorerst abgeschlossen. Der Umbau setzt auf Entschärfung durch Normalisierung: ein Gebäude mit belasteter Vergangenheit, aber einer neuen Funktion, die keine ideologische Aufladung mehr zulässt.

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