Frankreich verbietet Kindern unter 15 Jahren die Nutzung von sozialen Netzwerken. Das Parlament in Paris hat die Regelung beschlossen, sie soll nach den Sommerferien in Kraft treten. Für die betroffenen Plattformen gilt eine Übergangsfrist bis Januar 2027.
Mit dem Schritt ist Frankreich nach den vorliegenden Angaben das erste EU-Land, das ein solches Verbot gesetzlich festschreibt. Betroffen sind damit vor allem Jugendliche, die bislang über Dienste wie Tiktok, Instagram oder ähnliche Plattformen Zugang zu sozialen Netzwerken hatten. Das Gesetz zielt auf eine Altersgrenze ab, die in Frankreich künftig strenger kontrolliert werden soll.
Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der in mehreren europäischen Staaten über die Auswirkungen sozialer Medien auf Kinder und Jugendliche diskutiert wird. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach Suchtverhalten, Schutz vor belastenden Inhalten und der Rolle der Plattformen bei der Alterskontrolle. Frankreich geht nun einen deutlich strengeren Weg als viele andere EU-Staaten.
Die Übergangsfrist bis Anfang 2027 soll den Unternehmen Zeit geben, ihre Systeme anzupassen. Wie die Altersprüfung im Detail funktionieren soll, ist damit bereits Teil der politischen Debatte in Paris. Entscheidend wird sein, ob die Plattformen die Vorgaben technisch wirksam umsetzen können und ob sich das Verbot in der Praxis kontrollieren lässt.
Frankreich hatte die Frage des Jugendschutzes im Netz zuletzt mehrfach verschärft diskutiert. Mit dem nun beschlossenen Gesetz setzt die Regierung ein Signal an die großen Social-Media-Anbieter, aber auch an andere EU-Staaten, die über ähnliche Regeln nachdenken.









