Der Wiener Wirtschaftskammer-Präsident Walter Ruck steht wegen neuer Vorwürfe im Zusammenhang mit dem sogenannten Stelzen-Gate unter Druck. Laut einem geheimen Protokoll einer Gesprächsaufnahme soll Ruck nicht nur über Vertreter der Industrie, sondern auch über Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer abfällig gesprochen haben.
Nach den nun bekanntgewordenen Details weitet sich der interne Streit damit über die Wiener Wirtschaftskammer hinaus aus. Ruck gilt als einflussreiche Figur in der Kammer und in der ÖVP-nahen Wirtschaftspolitik. Dass seine Aussagen nun auch ein Regierungsmitglied betreffen sollen, erhöht die politische Sprengkraft des Falls deutlich.
Im Zentrum steht eine aufgezeichnete Unterredung, aus der offenbar mehrere herabsetzende Bemerkungen Rucks hervorgehen sollen. Betroffen davon sei demnach nicht nur die Industrie, sondern auch ein gesamtes Bundesland. Welche Rolle die Aufnahme in den laufenden Debatten in der Kammer spielen wird, dürfte auch von weiteren Reaktionen aus Politik und Wirtschaft abhängen.
Der Fall fügt sich in eine Serie von Spannungen rund um die Wiener Wirtschaftskammer, in der es zuletzt wiederholt um Stil, Machtfragen und den Umgang miteinander gegangen ist. Dass nun ein internes Protokoll belastende Aussagen enthalten soll, dürfte den Druck auf Ruck weiter erhöhen.









