Bei einem Arbeitsunfall auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels im Bezirk Neunkirchen ist am Montag ein 45-jähriger Kroate gestorben. Ein 54-jähriger Arbeiter wurde dabei schwer verletzt.
Der Unfall ereignete sich auf einer der größten Tunnelbaustellen des Landes an der Verbindung zwischen Niederösterreich und der Steiermark. Der Semmering-Basistunnel gilt als zentrales Infrastrukturprojekt der ÖBB im Schienenausbau Richtung Süden. Auf der Baustelle wird seit Jahren an einem rund 27 Kilometer langen Eisenbahntunnel gearbeitet, der den Verkehr künftig über weite Strecken unterirdisch führen soll.
Nach dem Unfall wurde der verletzte Arbeiter in eine Klinik gebracht. Zum genauen Hergang machten die vorliegenden Informationen zunächst keine weiteren Angaben. Welche Tätigkeiten die beiden Männer zum Zeitpunkt des Vorfalls ausgeführt hatten, blieb vorerst offen.
Arbeitsunfälle auf Großbaustellen wie jener am Semmering ziehen regelmäßig auch Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen auf den Baustellen nach sich. Der Tunnelbau zählt zu den technisch anspruchsvollsten Infrastrukturvorhaben in Österreich, bei denen schwere Maschinen, enge Arbeitsräume und komplexe Abläufe zusammenkommen.
Der Semmering-Basistunnel soll nach seiner Fertigstellung die alte Semmeringbahn ergänzen und den Bahnverkehr auf der Südstrecke beschleunigen. Das Projekt ist Teil des Ausbaus der Baltisch-Adriatischen Achse und soll den Abschnitt zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag deutlich entlasten.









