Rund 2.000 Anhänger von Chemie Leipzig haben am Samstag den Tivoli in Innsbruck in eine seltene Kulisse verwandelt. Beim Testspiel des FC Wacker Innsbruck gegen den deutschen Viertligisten reisten die Fans des Traditionsklubs aus Sachsen in großer Zahl an und begleiteten ihren Auftritt mit einem Fanmarsch durch die Innenstadt. Vor 4.850 Zuschauern gewann Wacker das Freundschaftsspiel mit 1:0.
Schon Stunden vor dem Anpfiff prägten die Gäste das Bild in der Innsbrucker Innenstadt. Mehr als 1.000 Chemie-Fans zogen lautstark und in grün-weißen Farben in Richtung Tivoli-Stadion. Das Duell mit Wacker hatte damit längst vor dem Spiel eine besondere Note: Beide Vereine verbindet eine Fanfreundschaft, die bereits vor drei Jahren in Leipzig für ein viel beachtetes Wiedersehen gesorgt hatte. Damals war das Alfred-Kunze-Sportpark ausverkauft, rund 1.000 Wacker-Anhänger waren mitgereist.
Sportlich blieb das Testspiel bis zuletzt eng. Der FC Wacker, als Zweitliga-Aufsteiger ohnehin in einer intensiven Vorbereitungsphase, tat sich gegen die robust auftretenden Gäste aus Leipzig lange schwer. Die Entscheidung fiel erst mit der allerletzten Aktion der Partie: Kapitän Rami Tekir setzte sich mit zwei Haken gegen mehrere Gegenspieler durch und traf zum 1:0.
Für Wacker gab es allerdings auch einen personellen Rückschlag. Torhüter Juri Kirchmayr musste bei seinem Debüt im Wacker-Trikot verletzt vom Feld. Der U-21-Teamgoalie war auf Leihbasis vom GAK gekommen und verletzte sich in der zweiten Halbzeit bei einer Rettungsaktion im Duell mit einem Gegenspieler.
Für den Klub aus Innsbruck ist das Resultat zweitrangig, der Abend am Tivoli dürfte vor allem wegen der Kulisse in Erinnerung bleiben. Die außergewöhnlich große Zahl an Auswärtsfans und der Fanmarsch durch die Stadt machten aus einem Vorbereitungsspiel ein Ereignis, das weit über den üblichen Testspielrahmen hinausging.









