Thomas Tuchel hat nach dem WM-Halbfinal-Aus Englands gegen Argentinien seine Taktik verteidigt und die Kritik an seiner Spielweise zurückgewiesen. Vor dem Spiel um Platz drei konterte der Nationaltrainer damit nicht nur Vorwürfe von Medien und Ex-Spielern, sondern auch ungewöhnliche Einwürfe aus den USA: Selbst Donald Trump hatte sich zu Tuchels Ansatz geäußert.
Im Zentrum der Debatte steht Englands Auftritt im Halbfinale, in dem Tuchels Team mit seiner taktischen Ausrichtung nicht den erhofften Erfolg brachte. Der frühere Bayern- und Chelsea-Trainer hatte sich zuletzt immer wieder dem Vorwurf stellen müssen, England zu vorsichtig oder zu passiv aufgestellt zu haben. Nach dem verpassten Einzug ins Endspiel reagierte Tuchel nun mit einer klaren Verteidigung seiner Entscheidungen.
Die Kritik kam dabei aus unterschiedlichen Richtungen. Neben britischen Medien und ehemaligen Nationalspielern meldete sich auch Trump zu Wort, dessen Kommentar dem Streit zusätzliche Aufmerksamkeit verschaffte. Dass sich ein politischer Akteur in die Bewertung einer Fußballtaktik einschaltet, unterstreicht, wie groß die öffentliche Resonanz auf Englands Ausscheiden inzwischen ist.
Tuchel bleibt dennoch bei seiner Linie. Seine Mannschaft habe in einem hart umkämpften Halbfinale gegen Argentinien nicht den erhofften Zugriff gefunden, an seiner grundsätzlichen Herangehensweise wolle er aber nichts falsch gewesen sein lassen. Für England geht es nun im Spiel um Platz drei darum, das Turnier wenigstens mit einem versöhnlichen Ergebnis abzuschließen.









