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Proteste in Venedig gegen US-Botschafter Tilman Fertitta

Redaktionelle Szene zum Thema „Proteste in Venedig gegen US-Botschafter Tilman Fertitta“

Die Ankunft des US-Botschafters in Italien, Tilman Fertitta, an Bord seiner 117 Meter langen Luxusjacht „Boardwalk“ hat in Venedig Proteste ausgelöst. Vor der Lagunenstadt kritisierten Demonstrierende den Reichtum des Milliardärs und seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump.

Fertitta, der auch als Unternehmer und Eigentümer des NBA-Teams Houston Rockets bekannt ist, hatte mit seiner Jacht in der Stadt für zusätzliche Aufmerksamkeit gesorgt. In Venedig fiel der Auftritt des Diplomaten besonders wegen des Kontrasts zwischen dem luxuriösen Auftreten und den sozialen Spannungen auf, die in der Touristenmetropole seit Jahren immer wieder Thema sind.

Die Proteste richteten sich nicht nur gegen die Person Fertitta, sondern auch gegen die Symbolik seines Auftritts. Venedig ist regelmäßig Schauplatz von Debatten über Reichtum, Massentourismus und die Folgen des Luxuskonsums für die Stadt. Gerade Jachten und Superreiche werden dort häufig als Zeichen einer Entwicklung gesehen, von der viele Einheimische ausgeschlossen bleiben.

Tilman Fertitta war von US-Präsident Donald Trump zum Botschafter in Italien nominiert worden. Der Unternehmer gilt als enger Vertrauter Trumps. Sein Amtsantritt fiel damit in eine Phase, in der die außenpolitische Vertretung der USA in Rom auch wegen der engen politischen Verbindung des Botschafters nach Washington beobachtet wird.

Venedig ist in diesem Sommer erneut eine Bühne für solche Spannungen geworden. Die Stadt versucht seit Jahren, den Zustrom wohlhabender Besucher, Kreuzfahrten und Luxusboote mit dem Schutz ihrer historischen Substanz und der Interessen der Bewohner in Einklang zu bringen. Der Protest gegen Fertitta fügt sich in diese Debatte ein.

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