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Wieder ein Buckelwal vor der deutschen Ostseeküste gesichtet

Redaktionelle Szene zum Thema „Wieder ein Buckelwal vor der deutschen Ostseeküste gesichtet“

Vor der deutschen Ostseeküste ist erneut ein Wal unterwegs. Am Donnerstag gingen beim Deutschen Meeresmuseum zwei Sichtungsmeldungen ein, nach denen es sich wie beim vor kurzem verendeten Buckelwal „Timmy“ um ein Tier derselben Art handeln dürfte.

Die Meldungen kamen aus einem Gebiet, in dem Buckelwale nur ausnahmsweise auftauchen. Für die Fachleute ist der erneute Fund deshalb bemerkenswert, aber nicht völlig überraschend: In den vergangenen Jahren wurden einzelne Buckelwale immer wieder in der Ostsee beobachtet. Die Tiere verirren sich vermutlich auf der Suche nach Nahrung oder auf ungewöhnlichen Routen in das vergleichsweise flache, nährstoffärmere Meer.

Der Wal könnte damit wieder einen ähnlichen Weg genommen haben wie „Timmy“, der zuletzt für Aufmerksamkeit an der deutschen Ostseeküste gesorgt hatte. Das Tier war dort beobachtet worden, ehe es verendete. Solche Fälle führen regelmäßig dazu, dass Forscher und Naturschützer die Lage genau verfolgen, weil Buckelwale in der Ostsee mit den dortigen Bedingungen nicht gut zurechtkommen und ihre Anwesenheit für die Tiere selbst riskant sein kann.

Für die Beobachter vor Ort ist vor allem wichtig, das Tier nicht zu stören und Abstand zu halten. Meeressäuger, die sich in Küstennähe aufhalten, reagieren empfindlich auf Boote und Menschen. Gleichzeitig liefern Sichtungen wie diese Hinweise für die Wissenschaft, wie weit große Wale inzwischen auch in Randmeere vordringen.

Ob der nun gemeldete Wal wieder abgewandert ist oder sich weiter in Küstennähe aufhält, bleibt für die nächsten Tage entscheidend. Klar ist: Die Ostsee ist auch für Buckelwale kein normales Revier – jede weitere Sichtung wird deshalb genau registriert.

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