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Thermenhotel in Altenmarkt: Streit um mögliche Überlastung

Redaktionelle Szene zum Thema „Thermenhotel in Altenmarkt: Streit um mögliche Überlastung“

Im Ennspongau wächst der Widerstand gegen ein geplantes Thermenhotel bei der Erlebnis-Therme in Altenmarkt. Kritiker warnen vor einer weiteren Überlastung der Anlage, die an Spitzentagen schon jetzt an ihre Grenzen komme. Betreiber und Bürgermeister halten dagegen: Ohne Hotel sei der Betrieb langfristig kaum finanzierbar.

Geplant ist der Bau im kommenden Jahr direkt neben dem seit Jahren bestehenden Erlebnisbad. Die Therme wurde gemeinsam von der Gemeinde Altenmarkt und den Nachbargemeinden Radstadt, Eben und Flachau sowie mit Unterstützung des Landes Salzburg finanziert. Vor allem in Flachau sehen Touristiker und Einheimische die neuen Pläne skeptisch.

Kritik an Verkehr und Andrang

Die Gegner des Vorhabens befürchten, dass mit dem Hotel nicht nur mehr Gäste, sondern auch noch mehr Druck auf die Infrastruktur rund um Therme und öffentliche Sauna entsteht. Bereits jetzt besuchen an Spitzentagen bis zu 1.700 Menschen die Anlage. Künftig könnten es laut den vorliegenden Planungen knapp 2.000 werden, wenn zusätzlich 200 Hotelgäste die Therme nutzen.

Flachaus Bürgermeister Thomas Oberreiter (ÖVP) verweist zwar auf Vorbehalte aus der Tourismusbranche, sieht aber Entlastung durch zusätzliche Liegeflächen. Ein Nachteil für Einheimische und Tagesgäste solle damit vermieden werden, sagt er sinngemäß.

Gemeinde verweist auf Reservierungssystem

Auch Altenmarkts Bürgermeister Josef Steger (ÖVP) hält die Sorgen für überzogen. Nach seiner Darstellung ist das Projekt auf die künftigen Belastungen abgestimmt. Geplant sei ein Reservierungssystem, mit dem der Andrang künftig besser gelenkt werden soll. Außerdem solle der Saunabereich erneuert und um zusätzliche Liegeflächen erweitert werden.

Steger argumentiert zudem, dass sich Hotelgäste vor allem im Saunabereich aufhalten und nach dem Baden wieder ins Hotel zurückgehen würden. Das neue Haus solle die Therme nach seiner Einschätzung ganzjährig besser auslasten und nicht nur die Spitzenzeiten verstärken.

Der Baustart ist nach den bisherigen Plänen für das kommende Frühjahr vorgesehen. Die Diskussion zeigt, wie heikel größere touristische Projekte in stark frequentierten Regionen geworden sind: Zwischen wirtschaftlicher Absicherung und der Sorge vor Übernutzung liegt in Altenmarkt derzeit nur ein schmaler Grat.

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