Urlauber auf Italiens Autobahnraststätten sollten ihr Auto nach dem Abstellen genau kontrollieren: Die Polizei warnt vor einer Masche, bei der Trickdiebe mit Störsendern und Ablenkungsmanövern arbeiten, um Fahrzeuge unversperrt zu machen und auszuräumen. Betroffen sind vor allem Reisende, die auf der Fahrt in den Süden kurze Pausen einlegen und Gepäck im Wagen lassen.
Nach Angaben der Polizei nutzen die Täter häufig einen sogenannten Jammer, also einen Störsender, der das Funksignal von Fernbedienungen blockieren kann. Wer sein Auto per Knopfdruck versperrt, könne in solchen Fällen glauben, den Wagen gesichert zu haben, obwohl die Zentralverriegelung nicht reagiert. Parallel dazu lenken Komplizen die Fahrer ab – etwa durch Nachfragen, Hinweise auf eine vermeintliche Panne oder andere kurze Gespräche.
Die Methode ist vor allem auf viel frequentierten Raststätten entlang der italienischen Fernstraßen gefährlich, wo Reisende mit Koffern, Geldtaschen und technischen Geräten im Fahrzeug anhalten. Besonders in der Ferienzeit sind solche Plätze stark frequentiert, was den Tätern die Flucht erleichtert und die Beobachtung erschwert.
Worauf Reisende achten sollten
Sicherheitsbehörden raten dazu, das Auto nach dem Versperren immer noch einmal am Türgriff zu prüfen und auf die Rückmeldung der Verriegelung zu achten. Auch Wertsachen, Papiere und elektronische Geräte sollten nicht sichtbar im Fahrzeug bleiben. Wer auf dem Rastplatz angesprochen wird, sollte das Gepäck nicht aus den Augen lassen und das Auto nur im gesicherten Zustand verlassen.
In Italien sind solche Diebstahlsformen seit Jahren ein Problem an stark befahrenen Reiserouten. Die aktuelle Warnung richtet sich daher besonders an Urlauber aus dem Ausland, die auf dem Weg Richtung Adriaküste, Toskana oder Süditalien unterwegs sind und Rastplätze nur als kurze Zwischenstopps sehen. Gerade dort setzen die Täter auf Routine und Zeitdruck der Reisenden.
Wer einen verdächtigen Vorfall beobachtet oder den Verdacht hat, dass das Auto nicht ordnungsgemäß versperrt wurde, sollte umgehend Polizei oder Autobahnverwaltung verständigen. Für Reisende gilt vor allem eines: Nicht auf den schnellen Knopfdruck verlassen, sondern die Verriegelung kontrollieren.









