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Dürre setzt Wasserkraft in Norditalien unter Druck

Redaktionelle Szene zum Thema „Dürre setzt Wasserkraft in Norditalien unter Druck“

Die anhaltende Dürre bringt die Energieversorgung in Norditalien zunehmend unter Druck. Sinkende Wasserstände in vielen Flüssen beeinträchtigen die Wasserkraftanlagen in mehreren Regionen des Landes, Hunderte Standorte sind mit teils erheblichen Problemen konfrontiert.

Besonders betroffen ist der Norden Italiens, wo ein großer Teil der Stromproduktion traditionell aus Wasserkraft stammt. Wenn Zuflüsse und Stauseen weniger Wasser führen, sinkt die Leistung der Anlagen oder sie müssen zeitweise gedrosselt werden. Für das Stromsystem ist das heikel, weil Wasserkraft in Italien nicht nur klimafreundlich, sondern auch ein flexibler Pfeiler der Versorgung ist.

Die Lage folgt auf eine Phase ungewöhnlich geringer Niederschläge und hoher Temperaturen, die die Wasserreserven weiter schrumpfen lässt. Das wirkt sich nicht nur auf die Stromerzeugung aus, sondern auch auf Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und andere industrielle Nutzer, die im Norden Italiens um dieselbe knapper werdende Ressource konkurrieren.

Norditalien ist für Österreich auch deshalb relevant, weil die Region wirtschaftlich eng mit dem Alpenraum verflochten ist und Störungen in der Energieversorgung Auswirkungen auf Handel, Industrie und grenzüberschreitende Infrastruktur haben können. Zudem gilt Italien als einer der wichtigsten Strommärkte in Europa, weshalb wetterbedingte Einbußen bei der Wasserkraft auch überregional beobachtet werden.

Wie stark die Produktion tatsächlich zurückgeht, hängt davon ab, ob in den kommenden Wochen ergiebige Niederschläge einsetzen. Bleibt Regen aus, dürfte der Druck auf die Wasserkraftanlagen weiter steigen. Für Betreiber wie für Netzbetreiber wird damit der Spielraum kleiner, Lastspitzen aus eigener Produktion abzufangen.

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