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Mitarbeiter des Weißen Hauses soll mit Wetten auf Trump-Reden mehr als 100.000 Dollar verdient haben

Redaktionelle Szene zum Thema „Mitarbeiter des Weißen Hauses soll mit Wetten auf Trump-Reden mehr als 100.000 Dollar verdient haben“

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses soll sein Insiderwissen über die Reden von US-Präsident Donald Trump genutzt und auf Vorhersage-Plattformen mehr als 100.000 Dollar verdient haben. Der Mann, der für den Teleprompter im Umfeld des Präsidenten zuständig gewesen sein soll, wurde nach Bekanntwerden der Geschäfte entlassen, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten.

Nach den Berichten setzte der Mitarbeiter auf Plattformen, auf denen Nutzer Prognosen zu politischen und anderen Ereignissen abgeben können. Dort lässt sich unter anderem darauf wetten, welche Themen Trump in einer Rede anspricht oder ob er bestimmte Begriffe verwendet. Genau dieses Wissen aus dem engsten Kommunikationsumfeld des Präsidenten soll der Mann ausgenutzt haben.

Der Fall reiht sich in die heikle Debatte um den Umgang von Regierungsmitarbeitern mit nicht öffentlichen Informationen ein. In Washington gelten für Beschäftigte des Weißen Hauses strenge Regeln, wenn es um Interessenkonflikte, Nebentätigkeiten und den Umgang mit vertraulichen Informationen geht. Wer interne Abläufe oder exklusive Kenntnisse für private Geschäfte nutzt, riskiert nicht nur den Job, sondern auch disziplinarische oder rechtliche Folgen.

Vorhersageplattformen wie Kalshi oder Polymarket haben sich in den USA zuletzt zu einem rasant wachsenden Markt entwickelt. Dort werden nicht nur Wahlen und Wirtschaftsdaten gehandelt, sondern auch sehr konkrete politische Ereignisse. Gerade bei Reden eines Präsidenten, deren Inhalt oft bis zuletzt im kleinen Kreis vorbereitet wird, ist der Informationsvorsprung besonders wertvoll.

Der Vorfall dürfte in Washington auch deshalb für Aufmerksamkeit sorgen, weil er ausgerechnet das Umfeld des Präsidenten betrifft, dessen Auftritte und Formulierungen im politischen Betrieb seit Jahren genau beobachtet und ausgewertet werden. Für das Weiße Haus ist der Fall unangenehm, weil er Fragen nach internen Kontrollmechanismen und dem Schutz sensibler Informationen aufwirft.

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