In Norditalien entsteht auf einer früheren Bahnstrecke ein neuer Radweg, der Venetien mit Friaul-Julisch Venetien verbindet und an wichtige Fernradrouten anschließen soll. Die Trasse folgt damit dem Trend, stillgelegte Bahnlinien in touristisch und regional bedeutsame Radwege umzuwandeln.
Der neue Abschnitt ergänzt das wachsende Netz an Fernradwegen in der Region zwischen Alpen und Adria. Gerade in Norditalien gelten solche Projekte als doppelt attraktiv: Sie schaffen eine durchgehende, meist topografisch angenehme Verbindung für Radreisende und nutzen zugleich bestehende Verkehrsflächen, ohne neue Flächen versiegeln zu müssen.
Für den Radtourismus ist die Lage besonders günstig. Venetien und Friaul-Julisch Venetien liegen an mehreren grenzüberschreitenden Routen, die stark von Urlaubern aus Österreich, Deutschland und Mitteleuropa genutzt werden. Die Anbindung an bereits bestehende Fernradrouten dürfte den Abschnitt für mehrtägige Touren und Wochenendausflüge interessant machen.
Ehemalige Bahntrassen werden in Italien seit Jahren immer wieder zu Radwegen umgebaut. Sie bieten meist geringe Steigungen, klare Linienführung und eine eigene Verkehrssicherheit abseits stark befahrener Straßen. Solche Umwidmungen gelten deshalb als vergleichsweise kosteneffiziente Infrastrukturprojekte mit hohem Nutzen für den regionalen Tourismus.
Mit der neuen Verbindung wird ein weiterer Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Venetien und Friaul-Julisch Venetien geschaffen. Für die beiden Regionen ist das auch ein wirtschaftliches Signal: Radfernwege bringen nicht nur Bewegung in den Freizeitverkehr, sondern auch zusätzliche Nächtigungen, Konsum und Besucher in Orte entlang der Strecke.









