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Medikamentenausgaben in Österreich 2025 auf rund fünf Milliarden Euro gestiegen

Redaktionelle Szene zum Thema „Medikamentenausgaben in Österreich 2025 auf rund fünf Milliarden Euro gestiegen“

Österreichs Sozialversicherungsträger haben im vergangenen Jahr rund fünf Milliarden Euro für Medikamente ausgegeben. Das geht aus dem aktuellen Heilmittelbericht hervor, der für 2025 einen deutlichen Kostenanstieg ausweist: Gegenüber 2024 lagen die Ausgaben um 7,5 Prozent höher, seit 2013 sogar um 88,2 Prozent.

Im europäischen Vergleich zählt der DACH-Raum damit weiterhin zu den teuersten Regionen pro Kopf. Während Deutschland und die Schweiz noch mehr Geld in Arzneimittel lenken, liegt Österreich in dieser Statistik an dritter Stelle. Die Sozialversicherungsträger verweisen zugleich auf eine hohe Verfügbarkeit von Medikamenten und bezeichnen das heimische System als eines der dichtesten und zugänglichsten in Europa.

Hohe Versorgung, steigende Kosten

Der Bericht zeigt damit eine Entwicklung, die auch über Österreich hinaus relevant ist: Der Zugang zu Arzneimitteln bleibt gut, die finanziellen Aufwendungen steigen aber weiter kräftig. Für das Gesundheitssystem bedeutet das zusätzlichen Druck, weil Medikamente einen immer größeren Teil der laufenden Ausgaben ausmachen.

Besonders ins Gewicht fallen die Dynamik der vergangenen Jahre und der Vergleich mit dem Ausgangsniveau 2013. Der Zuwachs um 88,2 Prozent binnen zwölf Jahren liegt weit über der allgemeinen Teuerung und verweist auf strukturelle Ursachen wie höhere Preise, mehr Verordnungen oder veränderte Therapien. Der Bericht selbst hält fest, dass Österreich über eine hohe Versorgungsdichte verfügt.

Für Patienten ist das zunächst eine gute Nachricht: Der Zugang zu Arzneimitteln bleibt breit. Für die Sozialversicherung stellt sich jedoch die Frage, wie sich die steigenden Kosten langfristig finanzieren lassen. Österreich gehört damit im internationalen Vergleich zu jenen Ländern, in denen besonders viel Geld pro Kopf in Medikamente fließt.

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