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Fachhochschule Kärnten stellt sich internationaler auf

Redaktionelle Szene zum Thema „Fachhochschule Kärnten stellt sich internationaler auf“

Die Fachhochschule Kärnten bekommt 2026 einen neuen Namen, eine neue Führung und neue Schwerpunkte. Künftig tritt sie als „Carinthia University of Applied Sciences“ auf. Ab dem Spätherbst übernimmt Kathrin Stainer-Hämmerle die Rektorenfunktion und will die Hochschule stärker international ausrichten, Forschung und Lehre enger verzahnen und die Zusammenarbeit mit anderen Hochschulen ausbauen.

Stainer-Hämmerle erklärte im Studiogespräch, der neue Name stehe für die Hochschule für angewandte Wissenschaften und signalisiere zugleich die internationale Ausrichtung. Im Alltag könne man die Einrichtung auch kurz „CU“ nennen. Für die kommende Periode sieht sie vor allem die Aufgabe, alle Fakultäten genauer kennenzulernen und Entwicklungspotenzial auszuloten.

Mehr Forschung, breitere Zielgruppen

Ein Schwerpunkt ihrer Pläne ist die stärkere Verbindung von Lehre und Forschung. Dafür müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden, sagte Stainer-Hämmerle. Als Beispiele für die Herausforderungen nannte sie die Erfahrungen der vergangenen Jahre, darunter die Covid-19-Pandemie und den raschen Fortschritt bei Künstlicher Intelligenz. Die Hochschule solle darauf mit klaren Strukturen und neuen Zugängen reagieren.

Auch bei der Ansprache neuer Zielgruppen will die künftige Rektorin ansetzen. Ihr Ziel sei, dass am Ende „jede Kärntnerin und jeder Kärntner“ wisse, welchen Nutzen die Hochschule biete und mit ihr in Berührung komme. Parallel dazu sollen Kooperationen mit anderen Hochschulen in der Region verstärkt werden.

Standorte bleiben vorerst Thema

Die Fachhochschule Kärnten ist derzeit an vier Standorten in Klagenfurt, Villach, Feldkirchen und Spittal vertreten. Dort werden 87 Studiengänge angeboten. Derzeit zählt die Hochschule 3.070 Regel-Studierende, 531 davon kommen aus dem Ausland. Insgesamt hat die Fachhochschule bislang 12.688 Absolventinnen und Absolventen hervorgebracht.

Wie es mit den einzelnen Standorten weitergeht, sei auch eine Frage für Politik und Gemeinden, sagte Stainer-Hämmerle. Zugleich verwies sie darauf, dass es bereits erste Schritte der Zusammenlegung gebe. Der Campus-Gedanke habe sich durch Pandemie und Online-Lehre verändert. Vor 30 Jahren sei die Idee gewesen, die Hochschule niederschwellig in die Region zu bringen.

Stainer-Hämmerle, die aus Vorarlberg stammt, lebt seit Jahren in Kärnten und ist der Öffentlichkeit dort vor allem als Politik-Analystin bekannt. Auch während ihrer Zeit als Rektorin will sie dem Fernsehen verbunden bleiben. Eine fachliche Tätigkeit außerhalb der Hochschule hält sie für wichtig, um beruflich fit und aktuell zu bleiben.

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