Das Schiffswrack in der Schmugglerbucht auf Zakynthos ist akut bedroht: Der Strand könnte im Sand versinken, das Wrack weiter beschädigt werden. Griechenland will nun mit einem Rettungsplan den Verfall bremsen und den Zugang zu dem berühmtesten Küstenabschnitt der Insel wieder sichern.
Die Schmugglerbucht, international als Navagio Beach bekannt, zählt seit Jahren zu den meistfotografierten Orten Griechenlands. Das rostige Wrack auf dem hellen Strand hat den Küstenabschnitt zu einem Symbol des griechischen Tourismus gemacht. Gleichzeitig hat die Popularität dem Ort zugesetzt: Erosion, Steinschläge und die starke Belastung durch Besucherströme verschärften die Lage bereits in den vergangenen Jahren.
Nach den nun vorliegenden Plänen soll die Situation an mehreren Fronten entschärft werden. Einerseits geht es darum, den weiteren Verfall des Schiffes zu verlangsamen. Andererseits soll der Strand wieder besser zugänglich werden. Dafür stehen offenbar Arbeiten an der Küstenzone und an der Sicherung des Bereichs im Raum, der zuletzt immer wieder aus Sicherheitsgründen eingeschränkt war.
Das Wrack selbst stammt von einem Frachter, der in den 1980er-Jahren vor der Küste gestrandete und seither zum Wahrzeichen von Zakynthos wurde. Aus einem Schiffsunfall wurde ein Touristenmagnet, der inzwischen weit über Griechenland hinaus bekannt ist. Genau dieses Wahrzeichen ist nun so stark gefährdet, dass ein Eingreifen nötig geworden ist.
Für Griechenland ist der Fall auch touristisch heikel. Zakynthos gehört zu den wichtigsten Sommerzielen des Landes, und die Schmugglerbucht ist eines der zentralen Bilder, mit denen die Insel weltweit vermarktet wird. Sollte das Wrack weiter im Sand verschwinden oder der Strand aus Sicherheitsgründen dauerhaft eingeschränkt bleiben, wäre das nicht nur ein Verlust für das Landschaftsbild, sondern auch für die lokale Tourismuswirtschaft.
Der Rettungsplan ist damit mehr als nur eine kosmetische Maßnahme. Er soll ein Natur- und Kulturmotiv bewahren, das längst zu einem Markenzeichen des Landes geworden ist. Ob das gelingt, hängt davon ab, wie stabil sich Küste und Wrack sichern lassen – und wie viel Zeit dafür noch bleibt.









