Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sieht die von Bildungsminister Christoph Wiederkehr und Wiens Bildungsstadträtin Bettina Emmerling angedachte Vorverlegung der Sommerferien um zwei Wochen skeptisch. Im Ö1-„Mittagsjournal“ bezeichnete Wallner den Vorschlag als „schwierig“ und verwies auf die Interessen der Wirtschaft, die in mehreren Bundesländern eine Rolle spielten.
Die Idee einer hitzebedingten Verschiebung der Sommerferien war zuletzt in der Bildungspolitik aufgetaucht. Ziel des Vorstoßes ist es, Schulbetrieb und Lernbedingungen in den heißen Wochen des Frühsommers zu entlasten. Laut den vorliegenden Angaben zeigten sich die meisten Bundesländer dem Thema zunächst offen gegenüber, darunter auch Vorarlberg.
Wallner betonte jedoch, er kenne die Anliegen aus verschiedenen Teilen der Wirtschaft gut. Gerade dort sei eine grundlegende Änderung des Ferienrhythmus nicht leicht durchzusetzen. Eine Einigung auf eine bundesweite Lösung dürfte damit politisch anspruchsvoll bleiben, auch wenn der Vorschlag in Teilen der Länder grundsätzlich nicht sofort abgelehnt wird.
In Österreich sind die Sommerferien traditionell bundesweit abgestimmt. Eine Verlegung hätte daher nicht nur Auswirkungen auf den Schulkalender, sondern auch auf Tourismus, Familienplanung und Betriebe, die sich auf die bisher bekannten Ferienzeiten eingestellt haben. Genau diese Abstimmung zwischen Bildungspolitik, Ländern und Wirtschaftsinteressen macht den Vorstoß zu einem heiklen Thema.









