Die rechtsextreme Identitäre Bewegung hat ihre für 25. Juli geplante Sommerdemo in Wien nach eigenen Angaben abgesagt. Die Gruppe teilte über soziale Medien mit, die geplante Route sei untersagt worden. Eine Ausweichroute mache aus ihrer Sicht keinen Sinn, deshalb rufe man die Unterstützer auf, nicht nach Wien zu reisen.
Die Demo der vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppierung zählt seit Jahren zu den zentralen Mobilisierungen der Identitären in Österreich. Vergangenes Jahr nahmen daran auch Neonazis teil. Die nun offenbar untersagte Route wäre durch Wien führen sollen; die Behörden prüften zuletzt intensiv, ob die Veranstaltung beschränkt oder untersagt wird.
Die rechtsextreme Gruppe begründete die Absage mit „massivem medialem Druck“. Für die Identitären ist die Sommerdemo damit erstmals nicht in der ursprünglich geplanten Form durchführbar. Ob und in welcher Form es am 25. Juli dennoch zu einer Versammlung kommt, blieb vorerst offen.
Dass die Behörden einschreiten, passt in die Linie der Sicherheitsbehörden, rechtsextreme Aufmärsche im öffentlichen Raum möglichst eng zu prüfen. Gerade in Wien gibt es seit Jahren Konflikte um einschlägige Kundgebungen und Demonstrationsrouten, weil sie als Mobilisierungstreffen für ein breites Spektrum der rechtsextremen Szene dienen.









