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Antifaschistisches Bildungscamp übersiedelt vom Peršmanhof an den Turnersee

Redaktionelle Szene zum Thema „Antifaschistisches Bildungscamp übersiedelt vom Peršmanhof an den Turnersee“

Das „antifaschistische Bildungscamp“ findet heuer nicht am Peršmanhof in Bad Eisenkappel statt, sondern am Turnersee. Veranstalter ist der Klub der slowenischen Studierenden in Wien. Damit weicht das Camp jenem Ort aus, an dem es im Vorjahr zu einem umstrittenen Polizeieinsatz gekommen war.

Der Großeinsatz am Peršmanhof hatte rund vier Stunden gedauert und im Vorjahr für massive Kritik gesorgt. Laut Innenministerium war der Einsatz teilweise rechtswidrig, zudem kam es bei dem Vorfall zu Handgreiflichkeiten. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz laufen noch.

Der Peršmanhof in der Kärntner Gemeinde Bad Eisenkappel ist als Erinnerungsort von besonderer historischer Bedeutung. Dass das Bildungscamp nun an den Turnersee ausweicht, zeigt, dass die Ereignisse des Vorjahres weiterhin nachwirken. Für die Organisatoren dürfte auch der Ort selbst eine Rolle spielen: Das Camp steht traditionell im Zeichen antifaschistischer Bildungsarbeit und Erinnerungskultur.

Der Vorjahreseinsatz hatte auch politisch Fragen aufgeworfen. Kritisiert wurde vor allem, dass die Polizei mit einem ungewöhnlich großen Aufgebot angerückt war und der Einsatz nach Einschätzung des Innenministeriums zumindest in Teilen nicht gedeckt war. Welche straf- oder dienstrechtlichen Konsequenzen sich daraus ergeben, ist weiterhin offen.

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