Italien hat die Zahl seiner Radarfallen drastisch reduziert. Von den bisher rund 10.000 Geräten auf den Straßen sind nach einem neuen Dekret nur noch 3150 in Betrieb. Für viele Autofahrer, auch aus Österreich, dürfte das vor allem auf beliebten Reiserouten in den Süden spürbar sein.
Betroffen sind damit mehr als zwei Drittel aller stationären und mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte im Land. Das neue Regelwerk zwingt die Behörden dazu, die Anlagen neu zu erfassen und ihre Standorte samt technischer Daten zu melden. Radarfallen, die diese Vorgaben nicht erfüllen, dürfen vorerst nicht weiter verwendet werden.
Die Maßnahme soll für mehr Transparenz sorgen und verhindern, dass Messgeräte ohne klare Registrierung oder ohne nachvollziehbare Genehmigung betrieben werden. In Italien war die Dichte an Radarkontrollen in den vergangenen Jahren immer wieder Thema, weil viele Lenker die Standorte als unübersichtlich und die Strafen als schwer kalkulierbar empfanden.
Für Urlauber bedeutet der Schritt nicht, dass in Italien künftig weniger streng kontrolliert wird. Die 3150 verbleibenden Anlagen bleiben im Einsatz, und Verstöße gegen Tempolimits werden weiterhin geahndet. Allerdings dürfte sich die Zahl der aktiven Geräte auf manchen Strecken und in einzelnen Gemeinden vorerst deutlich verringern.
Italien zählt zu den wichtigsten Urlaubszielen für Österreicher, vor allem in den Sommermonaten. Gerade auf den Zufahrten Richtung Adria, in Norditalien und auf stark befahrenen Transitstrecken sind Geschwindigkeitskontrollen für Reisende ein Dauerthema. Mit der Neuregelung reagiert Rom nun auf die Kritik an der bisherigen Praxis und zieht einen großen Teil der Radarfallen vorläufig aus dem Verkehr.









