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Zwischen Mbappé und Yamal: Warum bei großen Turnieren die Trainer den Unterschied machen

Redaktionelle Szene zum Thema „Zwischen Mbappé und Yamal: Warum bei großen Turnieren die Trainer den Unterschied machen“

Bei großen Fußballturnieren entscheidet nicht nur die Qualität der Stars über den Erfolg. Wenn auf dem Platz 22 hochkarätige Spieler aufeinandertreffen, rückt die Arbeit der Trainer in den Vordergrund – jene, die Rollen verteilen, Egos ordnen und eine Mannschaft so ausrichten müssen, dass aus lauter Individualisten ein funktionierendes Kollektiv wird.

Das zeigt sich besonders an den prägenden Figuren der Gegenwart: Kylian Mbappé steht seit Jahren für Tempo, Abschlussstärke und internationale Strahlkraft, Lamine Yamal für die nächste Generation eines technisch versierten, mutigen Offensivfußballs. Beide verkörpern, wie sehr einzelne Ausnahmespieler ein Turnier prägen können. Doch selbst bei Spielern dieses Formats bleibt die Frage dieselbe: Wie fügt ein Trainer die größte individuelle Klasse in ein belastbares Teamgefüge ein?

Gerade bei einer Fußball-WM wird diese Aufgabe besonders heikel. Anders als im Kluballtag stehen den Trainern nur begrenzt Zeit, kaum Trainingswochen und wenig Raum für Experimente zur Verfügung. Systeme müssen schnell sitzen, Hierarchien klar sein, Defensivaufgaben ebenso wie Freiheiten im Angriff müssen exakt abgestimmt werden. Der Spielraum für Fehler ist klein.

Hinzu kommt der Druck, der auf den wichtigsten Figuren lastet. Stars wie Mbappé oder Yamal ziehen Aufmerksamkeit auf sich, bestimmen die Erwartungshaltung von außen und oft auch die Dynamik in der Kabine. Für Trainer bedeutet das nicht nur Taktikarbeit, sondern auch Führungsarbeit. Wer darf wann glänzen, wer übernimmt Verantwortung in kritischen Phasen, und wie verhindert man, dass ein Team in Einzelinteressen zerfällt?

Die entscheidenden Figuren bleiben dabei oft im Hintergrund. Assistenten, Analysten, Athletiktrainer und Teamentwickler sorgen dafür, dass Abläufe stimmen und Belastungen richtig gesteuert werden. Gerade bei Turnieren, in denen jede Partie sofort Folgen hat, kann diese unsichtbare Arbeit den Ausschlag geben.

Am Ende bleibt der alte Fußballsatz aktuell: Große Turniere werden von großen Spielern entschieden, vorbereitet werden sie aber von den Trainern. Je stärker die Egos, desto größer die Aufgabe hinter der Linie.

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