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Mehr tödliche Radunfälle bei älteren Menschen in Oberösterreich

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehr tödliche Radunfälle bei älteren Menschen in Oberösterreich“

In Oberösterreich sind im Jahr 2025 zehn Seniorinnen und Senioren bei Radunfällen tödlich verletzt worden. Sie machten damit laut einer Analyse des Verkehrsclubs Österreich zwei Drittel aller Todesopfer auf Fahrrädern und E-Bikes aus. Gegenüber dem Jahr davor stieg die Zahl der tödlich verunglückten älteren Radfahrerinnen und Radfahrer um sechs.

Insgesamt kamen im Vorjahr 15 Menschen auf Fahrrädern oder E-Bikes im Straßenverkehr ums Leben, zehn davon waren älter als 65 Jahre. 2024 waren es noch vier Seniorinnen und Senioren gewesen, die bei Radunfällen tödlich verunglückten. Der VCÖ sieht darin eine Entwicklung, die angesichts einer älter werdenden Bevölkerung besonders ernst zu nehmen sei.

VCÖ fordert mehr Schutz im Radverkehr

VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk betonte, der hohe Anteil älterer Opfer sei kein Argument gegen das Radfahren. Vielmehr unterstreiche er die Notwendigkeit, sichere Bedingungen für das Radfahren in jedem Alter zu schaffen. Der Verkehrsclub fordert deshalb vor allem baulich getrennte Radwege entlang stark befahrener Straßen und mehr Tempo-30-Zonen in Ortsgebieten.

Auch übersichtliche Kreuzungen seien für die Sicherheit wichtig, hieß es. Zusätzlich verweist der VCÖ auf Radfahrkurse für ältere Menschen, etwa beim Umstieg auf ein E-Bike. Als Vorbild nennt der Verkehrsclub die Niederlande, wo Dreiräder mit zwei Hinterrädern verbreitet seien, weil sie mehr Stabilität bieten und das Sturzrisiko senken.

Nach Angaben des VCÖ sind rund zwei Drittel der Alltagswege von Menschen über 65 Jahren kürzer als fünf Kilometer. Diese Entfernungen ließen sich gut mit dem Fahrrad bewältigen, wenn das Radnetz entsprechend ausgebaut sei. Der Verband sieht daher vor allem bei der Infrastruktur Aufholbedarf.

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