In Wien belasten mehrere Bauarbeiten seit Montag das Öffi-Netz spürbar. Besonders stark betroffen ist der Straßenbahnverkehr rund um den Alsergrund: Dort tauschen die Wiener Linien Gleise und Weichen im Bereich Währinger Straße, Spitalgasse und Nußdorfer Straße. Die Linien 40, 41 und 42 fahren in diesem Abschnitt nicht, die Linien 37 und 38 übernehmen nur Teilstrecken außerhalb des Gürtels und kommen ebenfalls nicht bis zum Schottentor.
Die Linie 37 verkehrt zwischen Hohe Warte und Herbeckstraße über Gürtel und Kreuzgasse und ersetzt damit die Linien 40 und 42. Die Linie 38 fährt zwischen Grinzing und Pötzleinsdorf über Gürtel und äußere Währinger Straße und übernimmt die Funktion der Linie 41. Für Fahrgäste bedeutet das Umsteigen und längere Wege, vor allem im Bereich rund um die wichtige Umsteigestelle Schottentor.
Auch die Linien 5 und 12 sind geteilt unterwegs. Der 5er fährt zwischen Westbahnhof und Josefstädter Straße sowie zwischen Praterstern und Franz-Josefs-Bahnhof, von dort wird er zur Augasse umgeleitet. Die Linie 12 ist verkürzt und fährt zwischen Hillerstraße und Franz-Josefs-Bahnhof, ebenfalls mit Umleitung zur Augasse. Zwischen Josefstädter Straße und Franz-Josefs-Bahnhof gibt es keinen Betrieb.
Die Wiener Linien verweisen darauf, dass die Arbeiten bewusst in der Ferienzeit gebündelt werden, wenn weniger Fahrgäste unterwegs sind. Betroffen sind laut den Angaben mehrere zentrale Verbindungen im innerstädtischen Netz. Als Ausweichmöglichkeiten werden die Linien U2, U4, U6, D, 2, 43, 44, 13A und 40A genannt. Die Linie 40A fährt in dichteren Intervallen.
Zusätzlich wird auch am Ring und in der Akademiestraße gearbeitet. Dort werden Gleise und Weichen erneuert, weshalb die Linie D umgeleitet wird und die Linie 71 nur verkürzt fährt. Der 71er verkehrt zwischen Kaiserebersdorf und Schwarzenbergplatz, die Linie D wird zwischen Schwarzenbergplatz und Börse über Stubentor und Schwedenplatz geführt.
Seit einer Woche ist außerdem die Linie 1 zwischen Karlsplatz und Julius-Raab-Platz über den Stubenring umgeleitet. Die Linie 62 fährt bis Ende 2027 zum Quartier Belvedere. Ab Montag entfällt auch die Straßenbahnstation beim Parlament; betroffen sind die Linien D, 1, 2 und 71. Die Wiener Linien erwarten sich davon eine Zeitersparnis im Bereich um den Ring.
Auch die U-Bahn bleibt nicht verschont: Seit Montag früh ist die U3 wegen neuer Weichen zwischen Westbahnhof und Johnstraße geteilt. Bis Ende August gibt es keinen Betrieb zwischen Hütteldorfer Straße und Westbahnhof. Die Linie fährt derzeit in zwei Abschnitten: zwischen Ottakring und Hütteldorfer Straße sowie zwischen Simmering und Westbahnhof.
Als Ersatz verkehrt die Straßenbahnlinie E3 direkt zwischen Hütteldorfer Straße und Westbahnhof. Die Stationen Schweglerstraße und Johnstraße sind mit der E3 und dem 49er erreichbar. Zusätzlich verweisen die Wiener Linien auf die Linien 46 und 48A als großräumige Ausweichmöglichkeiten. Für die Dauer der Arbeiten wird empfohlen, rund 15 Minuten mehr Fahrzeit einzuplanen. Die Sperre soll am 31. August um vier Uhr früh enden.
Auch auf der U4 wirkt eine ältere Baustelle weiter nach: Seit 3. Juli ist die Linie zwischen Schwedenplatz und Wien-Mitte geteilt, der Betrieb auf diesem Abschnitt bleibt bis Anfang August eingestellt.









