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Gewalt und Nähe zur FPÖ: Die Geschichte der Identitären

Redaktionelle Szene zum Thema „Gewalt und Nähe zur FPÖ: Die Geschichte der Identitären“

Die Identitären inszenieren sich seit Jahren als gewaltfreie Bewegung. In ihrer Geschichte ziehen sich jedoch wiederholt Fälle von körperlicher Gewalt, Einschüchterung und aggressivem Auftreten durch die Szene. Das ist politisch brisant, weil die FPÖ der Gruppe über Jahre näher rückte und sich auch dort Personen aus dem Umfeld der Identitären bemerkbar machten.

Ausgangspunkt der aktuellen Debatte ist ein Text über die enge Verbindung zwischen der rechtsextremen Bewegung und der Freiheitlichen Partei. Im Zentrum steht dabei die Frage, was über die Identitären bekannt war, als sich die FPÖ der Gruppe annäherte. Der Vorwurf lautet: Die Partei konnte die Gewaltgeschichte der Bewegung kennen, hätte sie also nicht als harmlos behandeln müssen.

Gewalt als wiederkehrendes Muster

Die Identitären sind in Österreich seit Jahren ein fixer Bezugspunkt in der rechtsextremen Szene. Öffentlich treten sie mit Kampagnen, Symbolik und provokanten Aktionen auf. Parallel dazu gab es immer wieder Berichte über direkte Gewalt, Drohgesten und Angriffe im Umfeld der Bewegung. Gerade dieses Spannungsfeld zwischen Selbstbild und Auftreten macht die Gruppe für die politische Auseinandersetzung so relevant.

Die Szene war dabei nie nur durch ideologische Abgrenzung geprägt, sondern auch durch Eskalation. Wenn Anhänger bei Kundgebungen oder Aktionen auf Konfrontation setzten, stand meist nicht der politische Diskurs im Vordergrund, sondern die physische Abschreckung des Gegners. Das Bild einer diszipliniert auftretenden Protestbewegung passt dazu nur bedingt.

Warum die FPÖ zur Frage wird

Die Nähe zwischen Freiheitlichen und Identitären ist seit Jahren ein sensibles Thema. Immer wieder sorgte es für Kritik, wenn sich FPÖ-Politiker inhaltlich oder personell an Akteure aus diesem Umfeld annäherten. Genau hier setzt die aktuelle Einordnung an: Wer sich einer Bewegung annähert, deren Geschichte von Gewaltvorwürfen begleitet ist, kann sich später schwer auf Unwissen berufen.

Für die FPÖ ist das heikel, weil sie sich in der politischen Debatte regelmäßig von extremen Rändern abzugrenzen versucht, zugleich aber im rechten Spektrum um Wähler und Aktivisten konkurriert. Die Verbindung zur Identitären-Bewegung belastet diese Grenzziehung seit Langem. Der neue Vorstoß verschärft diese Frage erneut und rückt die politische Verantwortung im Umgang mit der Szene in den Vordergrund.

Damit geht es nicht nur um ein Einzelereignis, sondern um die grundsätzliche Frage, wie österreichische Parteien mit Bewegungen umgehen, die sich öffentlich moderat geben, in ihrer Geschichte aber wiederholt durch rohe Aktionen und Aggression auffallen. Genau an dieser Stelle wird die Beziehung zwischen FPÖ und Identitären politisch besonders unangenehm.

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