Spanien trifft im Halbfinale der Fußball-Weltmeisterschaft auf Frankreich – und Lamine Yamal zeigt sich vor dem Gipfeltreffen von erstaunlich unbeeindruckt. „Wir haben überhaupt keine Angst“, sagte der 17-Jährige nach dem späten 2:1-Erfolg gegen Belgien. Das spanische Team habe sich auf dieses Duell gefreut, weil hier wohl „die beiden besten Mannschaften des Turniers“ aufeinandertreffen, erklärte Yamal.
Der Teenager, der in dieser K.-o.-Phase erneut zu den prägenden Figuren Spaniens zählt, sprach damit aus, was im Team nach dem Einzug ins Halbfinale spürbar ist: Respekt vor Frankreich, aber keine Scheu. Spanien hatte Belgien erst spät bezwungen. In der Schlussphase entschieden zwei Auswechslungen mit über das Spiel: Zunächst musste Thibaut Courtois in der 71. Minute vom Feld, später kam Mikel Merino in der 86. Minute und profitierte wenig später von einem Weitschuss-Fehler von Ersatzkeeper Senne Lammers.
Für Belgien endete damit die Hoffnung der sogenannten goldenen Generation abrupt, für Spanien geht die Mission Titelgewinn weiter. Der Blick richtet sich nun auf Frankreich, das Halbfinale wird von beiden Seiten als eines der großen Duelle dieses Turniers erwartet. Besonders brisant: Es ist auch die Neuauflage des EM-Halbfinals 2024 in München, das Spanien damals für sich entschied.
Die Spanier gehen mit breiter Brust in das Spiel. Nach dem Erfolg gegen Belgien wurde in Spanien bereits die Parallele zur Weltmeisterschaft 2010 bemüht, als das Team ebenfalls mit viel Kontrolle und späterem Turnierglanz bis ganz nach oben kam. Yamal selbst verkörpert dabei die neue Unbefangenheit einer Mannschaft, die sich vor dem französischen Starensemble um Kylian Mbappé nicht verstecken will.
„Wenn irgendeine Mannschaft mit Selbstvertrauen in so ein Spiel gehen kann, dann wir“, sagte Yamal sinngemäß. Für Spanien ist das Halbfinale damit mehr als nur das nächste K.-o.-Spiel: Es ist der nächste Prüfstein auf dem Weg zum möglichen Titel – und gegen Frankreich der bisher größte.









