Ein 19-jähriger Angeklagter ist wegen einer Serie von rund 70 Einbrüchen verurteilt worden. Nach Angaben aus dem Prozess hatten die Jugendlichen teils allein, teils zu zweit oder zu dritt Gebäude wie Kindergärten und Gasthäuser ins Visier genommen, um nach Wertsachen zu suchen. Auch Autos gehörten demnach zu den Zielen der Gruppe.
Die Staatsanwaltschaft sprach im Verfahren von rund 70 Einbruchsdiebstählen. Betroffen waren damit nicht nur klassische Gewerbeobjekte, sondern auch Einrichtungen, in denen der Schaden für die Betreiber oft besonders heikel ist. Gerade bei Kindergärten oder Lokalen können Einbrüche neben dem materiellen Verlust auch organisatorische Folgen verursachen, weil Türen, Schlösser oder Fenster beschädigt werden und der Betrieb vorübergehend eingeschränkt sein kann.
Verurteilt wurde der 19-Jährige nach den Feststellungen des Gerichts wegen der Serie, die sich über mehrere Tatorte erstreckt haben soll. Mit ihm standen laut den Angaben aus dem Verfahren weitere Jugendliche im Zusammenhang mit den Einbrüchen. Das Trio hatte demnach wiederholt nach Geld, Technik und anderen verwertbaren Gegenständen gesucht.
Einbruchsserien mit vielen Tatorten beschäftigen Justiz und Polizei regelmäßig über längere Zeit, weil sie oft nach einem ähnlichen Muster ablaufen. Für die Ermittler sind dabei Spuren an Türen, Fenstern oder Fahrzeugen ebenso wichtig wie mögliche Verbindungen zwischen einzelnen Taten. Für die betroffenen Besitzer und Betreiber zählt am Ende vor allem die Frage, ob sie den Schaden ersetzt bekommen und wie schnell sie ihre Gebäude wieder sichern können.
Die Verurteilung zeigt zugleich, wie rasch aus einzelnen Delikten eine umfangreiche Serie werden kann. Bei mehreren Dutzend Einbrüchen summieren sich nicht nur die Beute und die Schäden, sondern auch der Aufwand für Aufklärung, Sicherung und Reparaturen. Für die Justiz ist entscheidend, die einzelnen Taten sauber zuzuordnen und die Beteiligung der Beschuldigten genau festzustellen.









