Marko Arnautovic hat nach dem 0:3 Österreichs gegen Spanien seinen Abschied aus dem Nationalteam angedeutet. „Das war für mich das letzte Mal“, sagte der 36-Jährige nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2026. Für den langjährigen Offensivspieler war der Auftritt gegen den Europameister damit wohl das letzte Spiel im ÖFB-Trikot.
Österreich hatte sich im Duell mit Spanien zunächst tapfer gewehrt, war am Ende aber klar unterlegen. Auch aus dem Kreis der Teamspieler fiel die Analyse deutlich aus: Marcel Sabitzer sprach von einer guten Anfangsphase, verwies aber auf die Unterschiede in den entscheidenden Momenten. „Gerade in diesen kleinen Dingen, wie dem richtigen letzten Pass, Abschluss oder Zweikampf hat man ihre Qualität immer gesehen“, sagte der Mittelfeldspieler. Spanien habe als Kollektiv einfach die höhere Qualität gehabt.
Der ÖFB hatte sich mit seiner Leistung bei der WM in den vergangenen Wochen Respekt erspielt, die Niederlage gegen Spanien beendete den Lauf aber erwartungsgemäß. Sabitzer verwies auf die Wirkung der Mannschaft im Land: Österreich habe „die Massen bewegt“, die Menschen könnten sich mit dem Team identifizieren. Direkt nach dem Ausscheiden überwog für ihn aber die Enttäuschung, weil der Aufstieg das Ziel gewesen sei.
Auch Teamchef Ralf Rangnick und die übrigen Spieler versuchten den Auftritt gegen Spanien einzuordnen. Entscheidend war aus österreichischer Sicht vor allem, dass man gegen den dreifachen Europameister nicht dauerhaft in die Zweikämpfe und in die gefährlichen Räume kam. Spanien nutzte seine technische und spielerische Überlegenheit konsequent aus und entschied die Partie verdient für sich.
Ein Sonderlob erhielt Torhüter Alexander Schlager. Der ÖFB-Goalie wurde nach der Partie zum Man of the Match gewählt und verhinderte mit mehreren Paraden eine noch höhere Niederlage. Für Österreich endete die WM damit trotz engagierter Auftritte ohne den erhofften Aufstieg – und für Arnautovic möglicherweise mit einem emotionalen Schlussstrich unter eine lange Nationalteam-Karriere.









