Im Burgenland ist am Montag die Initiative „Girls do politics“ gestartet. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner und Landtagspräsidentin Astrid Eisenkopf, beide SPÖ, wollen damit junge Frauen ermutigen, sich stärker politisch einzubringen und ihren Platz in Entscheidungsgremien einzufordern.
Unterrepräsentiert seien Frauen in der Politik weiterhin auf allen Ebenen, sagte Holzleitner bei dem Auftakt im Landhaus. Gerade deshalb müssten sie mit am Entscheidungstisch sitzen. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen aus der Landeshauptstadt und setzt auf direkte Begegnung mit politischen Mandatarinnen sowie auf praktische Übungen für den Einstieg in politische Arbeit.
Am zweitägigen Programm nahmen 36 Schülerinnen im Alter von 16 und 17 Jahren teil. Auf dem Plan standen Workshops zu selbstsicherem Auftreten und Digitalisierung sowie eine Diskussionsrunde mit Mandatarinnen der Landtagsparteien. Beim Kamingespräch mit Holzleitner und Eisenkopf berichteten die beiden Politikerinnen außerdem von ihren eigenen Erfahrungen.
Holzleitner riet den Teilnehmerinnen zu „Mut und Selbstbewusstsein, sich den Platz zu nehmen, der einem zusteht“, und dazu, Bündnisse zu schmieden. Eisenkopf betonte, Politik brauche „gute Nerven und viel Durchhaltevermögen“. Politikerin sei nicht ihr Berufswunsch gewesen, sagte sie. Beim Einstieg habe ihr ihr Vater Mut zugesprochen. Heute bereue sie „keinen einzigen Tag“.
Mit dem Projekt versucht das Burgenland, früh Interesse an Politik zu wecken und gleichzeitig Hemmschwellen abzubauen. Der Fokus liegt dabei auf einer Altersgruppe, in der sich oft entscheidet, ob politisches Engagement später überhaupt in Betracht gezogen wird.









