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Neue Umfrage in Wien: SPÖ klar vorn, Rot-Pink würde Geschichte sein

Redaktionelle Szene zum Thema „Neue Umfrage in Wien: SPÖ klar vorn, Rot-Pink würde Geschichte sein“

Wäre am Sonntag in Wien Gemeinderatswahl, käme es laut einer neuen Umfrage zu deutlichen Verschiebungen in den Machtverhältnissen. Die SPÖ von Bürgermeister Michael Ludwig läge zwar weiter klar an der Spitze, das bisherige rot-pinke Bündnis hätte aber keine Mehrheit mehr.

Damit würde die Koalition aus SPÖ und Neos, die Wien seit 2020 regiert, nach der aktuellen Sonntagsfrage nicht fortgesetzt werden können. Die Neos müssten demnach Verluste hinnehmen, während andere Parteien zulegen würden und die Mandatsverteilung im Rathaus spürbar anders ausfiele als bei der vergangenen Wahl.

Für die Wiener Politik ist die Erhebung vor allem deshalb relevant, weil sie den Abstand zwischen Regierungspartei und Konkurrenz weiterhin deutlich zeigt, zugleich aber die Option für eine Fortsetzung des bisherigen Bündnisses infrage stellt. Die SPÖ bleibt demnach trotz Verschiebungen die dominante Kraft in der Stadt. Für Ludwig wäre das ein wichtiges Signal vor einer erneuten Wahlauseinandersetzung, in der es nicht nur um den ersten Platz, sondern auch um mögliche Koalitionsvarianten geht.

Wien gilt seit Jahren als politisch eigenständiges Pflaster mit stabilen Mehrheiten für die Sozialdemokratie. Sollte sich das in der Wahl real bestätigen, wäre die zentrale Frage nach dem Urnengang nicht nur, wie stark die SPÖ abschneidet, sondern auch, mit wem sie künftig regieren könnte. Nach der aktuellen Umfrage wäre eine Fortsetzung von Rot-Pink jedenfalls nicht mehr abgesichert.

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