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Spielberg vor Hitzetest: FIA erlaubt Kühlwesten, viele Piloten verzichten trotzdem

Redaktionelle Szene zum Thema „Spielberg vor Hitzetest: FIA erlaubt Kühlwesten, viele Piloten verzichten trotzdem“

Beim Formel-1-Rennen in Spielberg drohen am Sonntag Temperaturen von bis zu 36 Grad, der Weltverband FIA stuft den Grand Prix daher offiziell als Rennen mit hoher Hitzegefahr ein. Die Sonderregel ist für besonders heiße Bedingungen gedacht und soll die Fahrer mit Kühlwesten entlasten. Viele Piloten halten jedoch wenig von der zusätzlichen Ausrüstung.

Die FIA aktiviert die Hitzewarnung ab 31 Grad Celsius. Dann dürfen die Teams das Mindestgewicht von Auto und Fahrer um fünf Kilogramm anheben, damit die Kühlsysteme für die Westen verbaut werden können. Die Technik besteht aus einem rund 50 Meter langen Schlauchsystem und einer Kühleinheit im Cockpit. Wer die Weste nicht trägt, bekommt das zusätzliche Gewicht als Ballast ins Auto.

Das System soll die Fahrer bei langen Rennen unter extremen Bedingungen schützen, ist im Feld aber umstritten. Max Verstappen verwies auf seine Erfahrungen in Singapur und sagte, nach 15 bis 20 Minuten sei das Wasser bereits warm gewesen. Für ihn stehe die eigene Sicherheit im Vordergrund, die Weste werde er nicht tragen. Auch sein Red-Bull-Teamkollege Isack Hadjar kündigte an, ohne Kühlweste zu fahren.

WM-Leader Kimi Antonelli äußerte ebenfalls Kritik an der noch jungen Regel. Das System funktioniere noch nicht so, wie es solle, sagte er und verwies darauf, dass er gut trainiert sei und die Hitze aushalte. Sergio Perez reagierte auf die Diskussion mit einem Lachen und erklärte, als Mexikaner mache ihm Sommerhitze nichts aus.

Für die Formel 1 ist die Hitzeregel in Spielberg ein weiterer Belastungstest. Innen im Cockpit fallen die Temperaturen deutlich höher aus als draußen, weshalb heiße Rennen körperlich besonders fordernd sind. Dass die Weste zwar erlaubt, aber nicht verpflichtend ist, zeigt den schmalen Grat zwischen Sicherheitsanspruch und Akzeptanz im Fahrerfeld.

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