Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat eine weitere Beschleunigung des Rüstungsprogramms angekündigt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA bekräftigte Kim bei einem Treffen der regierenden Partei der Arbeit Koreas das Ziel, die nationalen Verteidigungsfähigkeiten rascher auszubauen. Er begründete das mit der aus seiner Sicht verschärften Sicherheitslage in der Region.
Kim warf den USA und Südkorea vor, die Lage durch militärische Vorhaben „an den Rand eines Atomkriegs“ zu bringen. Als Beispiel nannte er die Pläne zum Bau eines Atom-U-Boots für die südkoreanische Marine. Nordkorea müsse deshalb zur Selbstverteidigung seine „Abschreckung weiter ausbauen und stärken“, sagte Kim laut KCNA.
Bei dem Treffen habe Einigkeit darüber geherrscht, dass der „stetige Ausbau und die Stärkung der Nuklearstreitkräfte“ der einzige Weg sei, um der „unvorhersehbaren internationalen militärischen und politischen Lage aktiv und selbstbewusst zu begegnen“. Damit bekräftigt Pjöngjang seine Linie, das Atomwaffen- und Raketenprogramm trotz internationaler Kritik weiter voranzutreiben.
Nordkorea steht wegen seines Atomwaffen- und Raketenprogramms seit Jahren unter strengen UN-Sanktionen. Dennoch treibt das abgeschottete Land seine Aufrüstung fort. 2023 verankerte Pjöngjang seinen Status als Atommacht auch in der Verfassung. Verhandlungen über das Atomprogramm weist die Führung seit längerem zurück.
Zuletzt hatte Kim Jong-uns einflussreiche Schwester Kim Yo-jong Gespräche über das nordkoreanische Atomwaffenprogramm erneut ausgeschlossen. Der Status als Atommacht sei „absolut nicht verhandelbar“, sagte sie vor rund zwei Wochen. Nordkorea werde „keinerlei Drohungen hinnehmen“.
Die jüngste Ankündigung zeigt, dass Pjöngjang nicht auf Deeskalation setzt, sondern seine Abschreckung weiter ausbauen will. Für die ohnehin angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel bedeutet das eine weitere Belastung.









