Nach der 70-Jahre-Feier der FPÖ in Wien haben Grüne, SPÖ und ÖVP deren Parteichef Herbert Kickl am Wochenende scharf kritisiert. Anlass waren der Auftritt der Freiheitlichen am Stephansplatz und ein Festakt in der Hofburg, zu dem auch Vertreter der internationalen Rechten gekommen waren.
Grünen-Politiker warnten vor einer Partei, die unter Kickl die Grundfesten der liberalen Demokratie angreifen wolle. Auch aus der SPÖ kam scharfe Kritik an der Inszenierung des Jubiläums, das die Partei als öffentliche Machtdemonstration genutzt habe. Die Volkspartei rückte ebenfalls von Kickl ab und stellte seine politische Linie als Gefahr für den demokratischen Wettbewerb dar.
Kritik an Symbolik und Gästen
Besonders der Festakt in der Hofburg sorgte für Reaktionen. Die FPÖ hatte dort am Samstag ihr 70-jähriges Bestehen begangen und am Stephansplatz zuvor mit einem als „Volksfest“ angekündigten Auftritt samt Freibier gefeiert. Dass dabei auch internationale rechtsgerichtete Gäste in Wien waren, verstärkte die Vorbehalte der anderen Parteien.
Kickl steht seit längerem wegen seines konfrontativen politischen Kurses in der Kritik. Gegner werfen ihm vor, demokratische Institutionen zu delegitimieren und mit scharfer Rhetorik bewusst zu polarisieren. Die Reaktionen nach dem Jubiläum zeigen, dass der Konflikt zwischen der FPÖ und den anderen Parlamentsparteien nicht abreißt.
Die Partei selbst stellte die Feierlichkeiten als Bekenntnis zu ihrer Geschichte und zu ihrem politischen Anspruch dar. Für die Kritikerinnen und Kritiker war das Treffen in der Innenstadt und in der Hofburg dagegen ein Signal, das über eine Parteifeier hinausging.









