Marokko hat mit einem Blitzstart gegen Schottland die Ausgangslage in der Gruppe deutlich verbessert und steht bei der WM-Endrunde offenbar schon vor dem Aufstieg. Das frühe 1:0 durch Ismael Saibari nach 72 Sekunden reichte dem Halbfinalisten von 2022 am Ende zum Sieg, während Schottland vor dem letzten Spieltag noch um das Weiterkommen zittern muss.
Saibari traf nach einem hohen Ballgewinn und einem schnellen Angriff bereits in der ersten Minute. Es war das bislang früheste Tor dieser WM-Endrunde. Der Mittelfeldspieler des PSV Eindhoven setzte damit ein weiteres Ausrufezeichen bei einem Turnier, in dem Marokko bislang effizient auftritt: Nach zwei Spielen halten die Nordafrikaner bei vier Punkten und können der letzten Gruppenpartie gegen Haiti am Donnerstag vergleichsweise gelassen entgegensehen.
Schottland blieb danach zwar bemüht, kam gegen die kompakte marokkanische Defensive aber kaum zu zwingenden Chancen. Marokko wiederum versuchte, die Führung auszubauen, ohne das Ergebnis noch weiter zu verändern. Für die Mannschaft von Trainer Walid Regragui ist die Konstellation vor dem letzten Spieltag günstig, weil der direkte Konkurrent Schottland mit Brasilien auf den Rekordweltmeister trifft.
Besonders im Fokus stand nach der Partie Saibari selbst. Der Torschütze hat sich mit seinem zweiten Treffer bei dieser Weltmeisterschaft auch in den Transfergerüchten weiter nach vorne gespielt. Rund um das Turnier kursieren seit Tagen Berichte über einen bevorstehenden Wechsel zum FC Bayern München. Auf die Fragen der Journalisten nach seiner Zukunft reagierte der 24-Jährige knapp und wich einer konkreten Aussage aus.
Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Saibari den Medizincheck in München bereits absolviert und bestanden haben. Der mögliche Transfer würde den Bayern einen technisch starken Mittelfeldspieler bringen, der in der Gruppenphase mit Tempo, Laufarbeit und dem frühen Tor gegen Schottland auf sich aufmerksam gemacht hat. Offiziell bestätigt ist der Wechsel bislang nicht, die Zeichen verdichten sich aber weiter.
Für Marokko geht es am Donnerstag gegen Haiti um den Gruppensieg, für Schottland bleibt die Rechnung deutlich komplizierter. Die Briten treffen zum Abschluss auf Brasilien und brauchen dort wohl mehr als nur einen Achtungserfolg, um die nächste Runde noch zu erreichen.









