Stefan Posch ist nach seinem Kieferbruch für das ÖFB-Team gegen Argentinien fraglich. Vor dem zweiten Gruppenspiel in Dallas sucht Teamchef Ralf Rangnick daher nach einer Lösung für die rechte Abwehrseite – und hat mehrere Optionen, falls der Verteidiger von Bologna nicht rechtzeitig fit wird.
Besonders naheliegend erscheint Konrad Laimer. Der Bayern-Profi hat sich auf der rechten Defensivseite auf höchstem Niveau etabliert und wäre aus rein spielerischer Sicht eine naheliegende Wahl. Rangnick könnte dabei aber zögern, weil Laimer im Pressing im Mittelfeld oder als Anläufer sehr wertvoll ist. Gerade gegen einen Gegner wie den Weltmeister Argentinien will das ÖFB-Team diese Qualitäten nicht leichtfertig aus der Hand geben.
Eine weitere Möglichkeit wäre Philipp Mwene. Der Mainzer ist Rechtsfuß und könnte von links auf die rechte Seite wechseln. Links wäre dann allerdings wieder eine Lücke zu schließen. Dort kämen etwa Alexander Prass oder auch Marco Friedl infrage. Friedl ist zwar gelernter Innenverteidiger, spielte in seiner Karriere aber auch schon häufiger auf der linken Seite.
Am wahrscheinlichsten gilt Patrick Wimmer. Der Niederösterreicher kam zwar zuletzt gegen Jordanien nur zu einem kurzen Einsatz in der Offensive, hat im Nationalteam aber schon dreimal als rechter Verteidiger begonnen. Unter Rangnick spielte er diese Rolle im März 2025 im Nations-League-Play-off gegen Serbien zweimal sowie in der EM-Qualifikation beim 2:1 gegen Rumänien. In dieser Variante würde das ÖFB-Team auf einen Spieler setzen, der die Position kennt und sie bereits im Nationaltrikot ordentlich ausgefüllt hat.
Auch Nicolas Seiwald wäre theoretisch eine Option. Der Leipzig-Legionär hat die Position unter Rangnick bereits zweimal übernommen. Dass der Teamchef ihn dafür aus dem Zentrum abzieht, gilt allerdings als unwahrscheinlich. Dort ist Seiwald im österreichischen Spiel zu wichtig, um ihn nur für eine Umstellung in der Defensive zu verlieren.
Wie stark die Umplanung ausfallen muss, hängt davon ab, ob Posch rechtzeitig einsatzfähig wird. Nach dem Ausfall von Christoph Baumgartner wäre ein weiterer Verlust für die Startelf jedenfalls besonders schmerzhaft, zumal Österreich gegen Argentinien nicht nur defensiv stabil stehen, sondern auch im Umschaltspiel Akzente setzen will.









