Wer in Italien beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, riskiert seit der jüngsten Verschärfung deutlich härtere Konsequenzen als früher. Neben empfindlichen Geldstrafen kann es je nach Verstoß auch zur vorübergehenden Abnahme des Führerscheins kommen. Bei schwerem Alkoholmissbrauch droht darüber hinaus die Beschlagnahmung des Autos.
Nach Angaben von Verkehrsrechtsanwälten greifen die Behörden in Italien bei Verstößen gegen die Handy- und Alkoholregeln inzwischen rasch durch. Das betrifft nicht nur Einheimische, sondern auch Urlauber und Durchreisende, die mit dem Auto unterwegs sind. Gerade für Reisende aus Österreich ist das relevant, weil Verstöße im Ausland oft unmittelbare Folgen haben und vor Ort sanktioniert werden.
Handy am Steuer kann teuer werden
Das Telefonieren oder Bedienen des Handys während der Fahrt zählt in Italien zu den besonders streng geahndeten Verstößen. Wer mit dem Mobiltelefon am Steuer erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe und in bestimmten Fällen mit dem Entzug der Lenkerberechtigung rechnen. Die konkrete Konsequenz hängt vom Ausmaß des Verstoßes und von der Einschätzung der Behörden ab.
Gerade im dichten Verkehr, auf Autobahnen und in Städten mit hohem Verkehrsaufkommen kontrollieren die Behörden regelmäßig. Für Autofahrer bedeutet das: Schon ein kurzer Griff zum Handy kann in Italien deutlich teurer werden als in vielen anderen Ländern. Die Regeln gelten nicht nur für das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung, sondern auch für andere Ablenkungen am Steuer.
Ab 1,5 Promille wird das Auto zur „Tatwaffe“
Noch drastischer sind die Folgen bei Alkoholfahrten. Ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille gilt das Fahrzeug in Italien als Tatwaffe. In solchen Fällen kann es zur Beschlagnahmung des Autos kommen. Diese Einstufung zeigt, wie streng Italien schwere Verstöße im Straßenverkehr bewertet.
Damit unterscheidet sich die Rechtslage klar von bloßen Verwaltungsübertretungen. Wer stark alkoholisiert fährt, muss nicht nur mit einer hohen Geldstrafe und dem Entzug der Lenkberechtigung rechnen, sondern auch mit massiven Eingriffen in das Eigentum. Die Sanktionen können damit weit über die üblichen Verkehrsstrafen hinausgehen.
Für Urlauber besonders heikel
Für Lenker aus dem Ausland ist die Lage besonders heikel, weil Verkehrsdelikte im Urlaubsland oft sofort vollstreckt werden. Wer mit dem Auto nach Italien reist, sollte sich daher vorab mit den dortigen Regeln vertraut machen. Das gilt vor allem für Handyverstöße und Alkoholgrenzen, die deutlich strenger geahndet werden können als von manchen Autofahrern erwartet.
Unterm Strich zeigt die italienische Praxis: Bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln geht es nicht nur um Bußgelder. Je nach Delikt stehen auch Führerscheinentzug und die Beschlagnahmung des Fahrzeugs im Raum.









