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Neos wollen Präsenzdienst stärker auf Freiwilligkeit stützen

Redaktionelle Szene zum Thema „Neos wollen Präsenzdienst stärker auf Freiwilligkeit stützen“

Die Neos haben am Montag ein Modell für eine Reform des Präsenzdienstes vorgestellt, das in erster Linie auf Freiwilligkeit setzt. Eine verpflichtende Einberufung soll demnach erst dann greifen, wenn sich nicht genug junge Männer für den Dienst melden. Eine Stellung soll es nach dem Konzept der Partei weiterhin für alle jungen Männer geben.

Der Vorschlag orientiert sich an skandinavischen Modellen, bei denen nicht mehr automatisch alle Einberufenen den Militärdienst antreten, sondern zunächst Auswahl- und Freiwilligkeitselemente eine größere Rolle spielen. Neos-Generalsekretär Douglas Hoyos stellte das Konzept laut den vorliegenden Angaben in Wien vor.

In der Koalition dürfte der Vorstoß politischen Widerspruch auslösen. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) reagierte skeptisch auf das Modell. Die Debatte um den Präsenzdienst ist in Österreich seit Jahren eng mit Fragen der personellen Ausstattung des Bundesheeres verbunden, das auf verlässliche Zuflüsse bei Rekruten angewiesen ist.

Der Präsenzdienst ist für junge Männer in Österreich weiterhin verpflichtend. Über konkrete Reformschritte wird seit längerem diskutiert, auch vor dem Hintergrund internationaler Modelle, die stärker auf Auswahlverfahren und Attraktivierung des Dienstes setzen. Mit ihrem Vorschlag bringen die Neos nun erneut Bewegung in die sicherheitspolitische Diskussion.

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