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Bootsunglück vor Split: Ex-Kapitän kritisiert gefährliche Hafeneinfahrt

Redaktionelle Szene zum Thema „Bootsunglück vor Split: Ex-Kapitän kritisiert gefährliche Hafeneinfahrt“

Nach dem Bootsunglück vor der kroatischen Küstenstadt Split hat ein pensionierter Kapitän schwere Vorwürfe gegen die Bedingungen in der Hafeneinfahrt erhoben. Die Passage zwischen den Inseln Brač und Šolta gilt als enge und stark befahrene Route, auf der es immer wieder zu kritischen Situationen kommt.

Der ehemalige Seemann verweist damit auf ein Problem, das an der kroatischen Adriaküste seit Jahren bekannt ist: Die Einfahrt in den Hafen von Split ist für kleine und größere Boote gleichermaßen anspruchsvoll, vor allem bei dichter Schifffahrt, Seitenwind und unruhiger See. Gerade in der Sommersaison nimmt der Verkehr in diesem Bereich deutlich zu, weil neben Linienverbindungen auch viele Ausflugs- und Freizeitboote unterwegs sind.

Das aktuelle Unglück lenkt den Blick erneut auf die Frage, ob die Verkehrsführung in diesem Abschnitt ausreichend gesichert ist. Für Kroatien ist der Bereich nicht nur touristisch bedeutsam, sondern auch wirtschaftlich relevant, weil Split als wichtiger Fähr- und Hafenstandort eine zentrale Drehscheibe für den Verkehr zu den Dalmatinischen Inseln ist.

Die Vorwürfe des pensionierten Kapitäns dürften die Debatte über mehr Vorsicht, strengere Regeln und bessere Orientierungshilfen für Schiffe und Boote zusätzlich befeuern. Denn gerade in engen Hafenzufahrten kann eine kleine Kursabweichung rasch gefährliche Folgen haben.

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