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Mattle plant Katastrophenzentrum im Schloss Mentlberg

Redaktionelle Szene zum Thema „Mattle plant Katastrophenzentrum im Schloss Mentlberg“

Die Tiroler Landesregierung will im Schloss Mentlberg in Innsbruck ein Katastrophenzentrum für rund 30 Millionen Euro unterbringen. Landeshauptmann Anton Mattle setzt damit auf ein Gebäude in Landesbesitz, das bisher als historisches Schmuckstück gilt und künftig stärker für den Schutz vor Krisen und Notlagen genutzt werden soll.

Schloss Mentlberg ist seit Jahren im Eigentum des Landes Tirol und zählt zu den auffälligeren landeseigenen Immobilien im Raum Innsbruck. Mit dem Vorhaben würde der Standort eine neue, klar funktionale Rolle bekommen: Das geplante Zentrum soll nach den bisherigen Angaben die Einsatz- und Krisenfähigkeit des Landes bündeln und für unterschiedliche Notfälle gerüstet sein.

Offen bleibt vor allem, wie das Projekt finanziert werden soll. Zu den Details der Geldbeschaffung und zur genauen Aufteilung der Kosten sind bislang keine öffentlich bekannten Angaben gemacht worden. Gerade bei einem Vorhaben in dieser Größenordnung dürfte die Budgetfrage politisch noch Gewicht bekommen, weil das Land parallel auch andere große Investitionsvorhaben zu stemmen hat.

Für Mattle wäre das Projekt auch symbolisch aufgeladen. Der Landeshauptmann setzt auf ein landeseigenes Objekt, das im öffentlichen Bewusstsein eher mit Geschichte und Repräsentation verbunden ist als mit Verwaltung oder Katastrophenschutz. Ein Umbau in dieser Größenordnung würde daher nicht nur die Nutzung des Schlosses verändern, sondern auch die Debatte über den Umgang mit landeseigenem Besitz neu anfachen.

Inhaltlich folgt das Konzept einem Trend, der zuletzt in mehreren Regionen an Bedeutung gewonnen hat: Behörden und Einsatzstrukturen sollen zentraler organisiert werden, um im Ernstfall schneller reagieren zu können. Für Tirol, das durch Naturereignisse, Unwetter und alpine Risiken besonders exponiert ist, hat das Thema zusätzliche Brisanz.

Wann die Arbeiten beginnen könnten und wie rasch aus dem Vorhaben ein konkret umsetzbares Bauprojekt wird, ist offen. Klar ist vorerst nur: Das Land prüft mit Schloss Mentlberg eine hochpreisige Lösung für eine sicherheitspolitische Aufgabe – und nimmt dafür ein Stück eigenes „Familiensilber“ in den Blick.

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